S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)
Kiel ist zwischen den Mittelhüften weit nach vorne gezogen, und fällt dann steil zum vorderen Rand der Mittelbrust ab (Abb. 106-108). Oosphaerula , Oreosphaerula , Trichosphaerula : Diese Untergattungen sind in der Hauptsache auf Arten mit hochgekielter Mittelbrust begründet. Dieses Merkmal kann man zur Abspaltung einer Untergattung gelten lassen. Jedoch erscheint es nicht gerechtfertigt, diese wiederum in drei verschiedener Untergattungen aufzuteilen,zumal die angeführten Trennungsmerkmale allenfalls zur Unterscheidung von Arten, aber nicht zur Aufstellung einer Untergattung genügen. Aus diesen Gründen wurden alle Arten mit hochgekielter Mittelbrust in einer Untergattung vereinigt, und zwar in der erstbeschriebenen. Dies hat zur Folge, dass Oreosphaerula Gangibauer und Trichosphaerula Fleischer jüngere Synonyme von Oosphaerula Gangibauer sind. Diese Untergattung beinhaltet auch eine Reihe von Arten, bei denen die Hautflügel verkümmert sind. Dies verleitete zur Annahme, dass wegen der Flugunfähigkeit dieser Tiere auch eine starke Rassenbildung ausgeprägt sein müsste. Nach der genauen Untersuchung der Aedoeagini und der Innensacke stellte sich diese Vermutung jedoch als unberechtigt heraus. Der Bau der Aedoeagini und die Auszeichnung der Innensacke sind auch bei diesen Arten sehr konstant. Auch die Verbreitung dieser flügellosen Tiere ist verhältnismässig gross, und bei vermeintlichen Unterschieden von Lokalrassen sind alle Übergänge zu beobachten, so dass allen bisher beschriebenen subspecies keine Berechtigung zukommt. Bestimmungstabelle der paläarktischen Arten der Untergattung Oosphaerula Gangibauer 1 Halsschildbasis in flachem Bogen ausgeschnitten. Hinterecken des Halsschildes spitzwinklig nach hinten gezogen. Ungeflügelte Arten 2 - Halsschildbasis gerade abgeschnitten. Hinterecken des Halsschildes rechtwinklig oder leicht nach vorne abgeschrägt. Geflügelte Arten 9 2 Kopf ohne oder mit nur 2 grösseren Stirnpunkten (ein manchmal median auftretender Punkt wird nicht mitgezählt) 3 - Kopf mit 4 grösseren Stirnpunkten 4 3 Grösser 3,2-3,5 mm. Kopf und Halsschild sehr fein und weitläufig, kaum sichtbar punktiert discontignyi (Brisout) - Kleiner 1,6 mm. Kopf und Halsschild fein, aber dicht und deutlich sichtbar punktiert rosai sp. n. 4 Durchschnittlich grösser 3, 8-4, 5 mm. Halsschildbasis beiderseits deutlich eingebuchtet (besonders bei den d" ) 5 - Durchschnittlich kleiner 2, 7-3, 8 mm. Halsschildbasis höchstens leicht gewellt, nicht deutlich eingebuchtet 6 5 Die Aussenkante des letzten Fühlergliedes zur Spitze deutlich halbkreisförmig ausgehöhlt. Zwischenräume auf den Flügeldecken sehr fein und weitläufig, kaum sichtbar punktiert ampla (Reitter) - Die Aussenkante des letzten Fühlergliedes zur Spitze nur leicht abgeschrägt. Zwischenräume auf den Flügeldecken sehr deutlich und dicht punktiert rectaungula (Reitter) 6 Die Aussenkante des letzten Fühlergliedes von der Mitte zur Spitze nur leicht abgeschrägt. Zwischenräume auf den Flügeldecken kräftig und söhr deutlich punktiert 7 - Die Aussenkante des letzten FUhlergliedes ab dem vorderen Drittel zur Spitze stark abgeschrägt. Zwischenräume auf den Flügeldecken sehr fein und weitläufig punktiert 8 7 Halsschild fein, aber dicht und deutlich punktiert imeritina (Reitter) - Halsschild sehr fein und oberflächlich punktiert nitidula (Erichson) 8 Kopf grob und dicht punktiert javorniki (Hlisnikovsky)