S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/1. (Budapest, 1983)
MAHUNKA vom Naturwissentschaflichen Museum Budapest zur Verfügung stellte, bestätigt werden. Die Vertreter der Gattung Luciaphorus sind möglicherweise an einen bestimmten Lebensraum, vielleicht auf an alten Baumstammen wachsende Gallertpilze gebunden und besonderen klimatischen Verhältnissen angepasst (St. Lucia und Bangkok liegen fast auf dem gleichen nörlichen Breitengrad). Die grosse Anzahl der in Thailand gefundenen Individuen erlaubt es, einiges über die intraspezifische Variabilität auszusagen und das bisher noch unbekannte Männchen zu beschreiben. Die in Thailand durchgeführten Zuchten ergaben, dass bei Luciaphorus ein freies Larvenstadium nicht vorhanden ist. Luciaphorus perniciosus sp.n. Weibchen: Es wurden 100 präparierte Tiere gemessen und dabei für die Körperlänge (ohne Gnathosoma) und Körperbreite (in Höhe der Setae c 2 ) sowie für den jeweiligen Durchschnitt folgende Werte in um ermittelt: Länge 113-142 (Durchschnitt 130, Holotypus 135), Breite 62-80 (Durchschnitt 75, Holotypus 70). Es handelt sich um sehr kleine, fast farblose Tiere. Dorsalseite (Abb. 1): Gnathosoma am Ende eines sackförmigen Gebildes, das ins Innere des Propodosoma handschuhfingerartig eingezogen werden kann und dabei auffällige Falten wirft (Abb. 2). Das Gnathosoma liegt dann in Ruhestellung im Innern des Sackes geschützt in einer Einbuchtung des vorderen Teiles des Propodosoma, von der Dorsal- und Ventralseite nicht mehr zu sehen. (Abb. 2). Stigmata seitlich, Peritremata lang, V-förmig aufeinander zulaufend (Abb. 9). Propodosoma mit 3 Paar Setae, alle deutlich gefiedert. Setae pi am längsten und kräftigsten. Sensillen (Abb. 10) breit, fein gerippt. Auf dem Hysterosoma Setae Cj, c 2 , d, e und f etwa gleich lang und von gleicher Stärke, alle buschig gefiedert. Setae hj und h 2 3 mal so lang wie die anderen Dorsalborsten, kaum sichtbar gefiedert. Ventralseite (Abb. 3): Apodemata des vorderen Sternalschildes vollständig und kräftig, des hinteren rückgebildet. Setae der Epimeren I und II dünn und glatt, la und 1b in einer Querreihe inserierend, lc in einem weiten Abstand, lc gegabelt. Setae 3a, 3b und 4a etwa gleich lang, 3c, 4b und 4c etwas länger, alle glatt, dünn und spitz. Setae ps in einer Querreihe, in fast gleichen Abständen voneinander inserierend, ps 2 am kürzesten, ps 3 am kräftigsten. Beine: Bein I (Abb. 4-5) breiter als die übrigen Beine. Tibiotarsus faustförmig verdickt, distal mit einer stark skierotisierten Kralle und einem kräftigen Gegenstück. Von den 4 ventrolateral inserierenden Solenidien ist omega 2 am kräftigsten. Fast alle Setae glatt und fein, die in der Nähe von phij inserierende Seta dolchförmig verbreitert. Genu mit 4 glatten, spitzen Setae, Femur mit 4 glatten, dünnen und einer breiten, hakenförmigen Seta. - Bein II (Abb. 6) kürzer als die anderen Beine. Tarsus distal mit Doppelkralle und Pul villus, mit einem kräftigen Dorn, einem deutlichen Solenidion und wenigen einfachen Setae. Tibia mit kleinem Solenidion und glatten Setae. Genu und Femur ebenfalls nur mit glatten Setae. - Bein III (Abb. 7) deutlich langer als Bein II, distal mit Doppelkralle und Pul villus, mediolateral mit einem Dorn. Tibia mit kleinem Solenidion. - Bein IV (Abb. 8) von allen Beinen am längsten. Tarsus mit Doppelkralle und Pulvillus sowie insgesamt 6 glatten Setae. Tibia mit 3 Setae, Genu mit 1 Seta, Femur mit 2 Setae und Trochanter mit 1 Seta. Die dorsal inserierende Seta des Femur wie die dorsalen Körperborsten buschig gefiedert. Männchen: Es wurden 70 präparierte Tiere gemessen und dabei folgende Werte in um ermittelt: Körperlange 105-152 (Durchschnitt 140), Breite 72-97 (Durchschnitt 80). Die stark heteromorphen Mannchen sind wie die Weibchen fast farblos, ebenso gross wie diese, meist etwas plumper. Dorsal sei te (Abb. 13): Propodosomatalschild mit 4 Paar Setae, alle glatt und bis auf pi kurz und dünn. Setae etwa 3 mal so lang wie c^, d noch etwas kürzer als c^; f ist 3 mal so der Genitalplatte (Bezeichnung nach EBERMANN 1982) mit undeutlichen, schüsseiförmigen Vertiefungen. Penisrohr ausserordentlich kurz.