S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 43/2. (Budapest, 1982)

Pseudobyrsax gen.n. (7), Ozotypoides gen.n. (2), Adelozotypus gen.n. (2), Acrothymus Pascoe, 1876 (2), Pseudocilibe gen.n. (2) und Pseudadelium gen.n. (5); 3 Gattungen enthalten mehr als die Hälfte der ganzen autochthonen Fauna (52,8%): Isopus Montrouzier, 1860 (31), Callismilax F. Bates, 1873 (52) und Cymbeba Pascoe, 1866 (29). Die Zahl der in endemische Gattungen gehö­rende Arten beträgt insgesamt 144, alle sind endemisch, das macht 67,9% der Gesamtfauna aus. Weiteres über Alter und Herkunft dieser Gattungen siehe im zoogeographischen Teil. VERBREITUNG DER TENEBRIONIDEN NEUKALEDONIENS UND DER LOYAUTÉ-INSELN Obwohl die faunistische Erforschung des genannten Gebietes noch viele Lücken aufweist, es noch lange dauern wird, bis die Fauna gut bekannt ist und die Verbreitungsareale und ökologischen Verhältnisse der hier lebenden Arten erforscht sind, haben wir aber schon heute ziemlich viele Angaben, um zu versuchen, die verschiedenen Verbreitungstypen und vor allem die Areale der en­demischen Formen festzustellen (siehe: tabellarische Übersicht, p. 270), Für diese Arbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben, die systematische Verwandtschaft und phylogenetischen Probleme, vor allem der charakteristischen Leitgattungen und Arten zu klären. Wie schon an anderer Stelle festgestellt, sind in dieser Fauna das Vorhandensein der grosse Zahl von Adeliini-Gattungen und Arten, weiters eme artenreiche Gattung von Titaenini, sowohl die un­geflügelten, endemischen Gattungen von Cnodalonini am wichtigsten. Die Adeliini betrachtet man als eine verhältnismässig primitive Tenebrioniden-Gruppe. Sie haben 10 Flügeldeckenpunktreihen und ungeflügelte Körper. In unserem Faunengebiet sind 8 endemische Gattungen vorhanden, welche in zwei Gruppen aufgeteilt werden. In die erste Gruppe gehören die Gattungen Pseudobyrsax gen.n., Ozotypoides gen.n., Adel­ozotypus gen.n. und Montaguea gen.n. Sie gehören allein zur neuseelandischen Mesopatrum Broun, 1893, daran schliessen sich noch einige weitere, ebenfalls in Neuseeland endemische Gattungen. Sie sind alle durch die hochspezialisierte Form, breites und gerades Prosternum, welches bei den neukaledonischen Gattungen hinter den Hüften gegabelt und vor den Hüften lang und gerade vorge­zogen und manchmal mit Kragen versehen ist, die Hinterbrust ist kurz, das 1. Abdominalsegment zwischen den Hinterhüften breit gebogen, gekennzeichnet. Bei allen Arten dieser Gruppe können die Flügeldeckenpunktreihen nicht sicher festgestellt werden, weil manche davon oft verdoppelt oder vollkommen unordentlich stehen und die Reihenzahl nicht erkennen lässt. Die andere Gruppe stammt teils von Adelium Kirby, 1918; sie haben einen Carabiden­ähnlichen Habitus. Es gehören hierher vor allem Cymbeba Pascoe, 1866 und Pseudadelium gen.n. einerseits und Acrothymus Pascoe, 1866 sowie Pseudocilibe gen.n. anderseits. Zwischen diesen zwei Gattungs grupp en besteht ein wesentlicher Unterschied in der Ausbildung der Epipleuren der Flügeldecken sowie der Form und Lage der seitlichen Zwischenräume, welche bei der Lateralrippe schräg nach unten gerichtet sind und deshalb ist der wirkliche Seitenrand von oben überhaupt nicht sichtbar. Diese Gattungen ( Acrothymus und Pseudocilibe ) haben im ganzen System keine näheren Verwandten, sie stehen noch der australischen Gattung Coripera Pascoe, 1866 am nächsten, teils haben Bie aber in einigen Punkten apomorphe, teils aber plesiomorphe Merk­male. Cymbeba ist eine Schwestergruppe der ebenfalls artenreichen, neuseelandischen Gattung Pheloneis Pascoe, 1860. Pseudadelium ist eine plesiomorphe Gattung, besitzt eine extrem hoch ent­wickelte Form und steht einer Adelium nahe. Die Tribus Titaenini enthält insgesamt nur 3 Gattungen: die australische Titaena Erichson, 1842, die neuseelandische Artystona F. Bates, 1873 und die neukaledonische Callismilax F. Bates, 1873. Unter den drei Gattungen ist Artystona apomorph, Titae na im Vergleich mit Artystona ple­siomorph und Callismilax besitzt sehr verschiedene Typen; manche Arten sind davon noch primi­tiver als Artystona . wie die Art Callismilax suturalis Fauvel 1904, andere dagegen sind hoch spezialisiert und enthalten plesiomorphe Merkmale. Callismilax ist die artenreichste Gattung in Neukaledonien, und die morphologische Spezialisation ergibt einerseits eine Reihe hochentwickelter Arten, andererseits kann man dagegen die zahlreichen Arten nur auf wenige Typen zurückzuführen. Die Entwicklung und Aufspaltung auf so zahlreiche, einander nahestehenden Arten der verschiedenen

Next

/
Thumbnails
Contents