S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 43/1. (Budapest, 1982)
FOLIA ENTOMOLOGICA HUNGARICA ROVARTANI KÖZLEMÉNYEK XLIII. 1. 1982 p. 133-136 Der zweite Nachweis von Lutilabria kaszabi Povolny, 1978 aus der Mongolei (Lepidoptera, Gelechiidae)* Von I). POVOLNY (Eingegangen am 7. Januar, 1982) Abstract: A next discovery of Lutilabria kaszabi Pov., a recently described second representative of the originally European gnorimoschemoid genus Lutilabria Pov. from Mongolia, to evidence its occurrence in the territory of northern Mongolia, Two figures. Im Rahmen der Neubeschreibung von Megacraspedus kaszabianus sp.n. (POVOLNY, 1982), eines massenhaft auftretenden Begleiters der mongolischen und zentralasiatischen Grassteppen, schickte mir Dr. L. GOZMÁNY, Budapest, mehrere äusserlich ähnlich aussehende Gelechiiden der Ausbeute von Dr. Z. KASZAB aus der Mongolei mit der Zielsetzung, sie von der neubeschriebenen 'Me^acrajrjedus-Art zu unterscheiden. Zu meiner Überraschung befand sich unter ihnen ein zweites Exemplar der von mir aus der Mongolei unlängst beschriebenen Gnorimoschemine Lutilabria kaszabi Povolny, 1978. In bezug auf die Wichtigkeit dieser Entdeckung, die jeden Zweifel an der Existenz einer zweiten Lutilabria-Art, übrigens aus einer Gattung die ebenfalls relativ unlängst beschrieben wurde (POVOLNY", 1965), ausser Acht lässt, und wieder einmal die einmalige Wichtigkeit von Genitalmerkmalen für eine einwandfreie Bestimmung insbesondere der Gnorimoschemlnt-Arten erkennen lässt, entschied ich mich, einen Beitrag zur Kenntnis dieser offenbar arborealen Art aus Zentralasien zu verfassen. Bemerkungen zur Beschreibung der Art Das zweite Exemplar von Lutilabria kaszabi Pov. ist ebenfalls ein Männchen, dessen artspezifische Identität mit dem holotypischen Männchen durch die weitgehend konformen Genitalien der beiden Falter einwandfrei nachgewiesen ist (Abb. 1,2). Genitalmorphologisch sind die beiden Exemplare sogar so weit konform, dass sich ein jeder Kommentar in dieser Hinsicht erübrigt. Für die Art ist endgültig der oben stumpf abgestutzte Uncus, der plumpe, oben gerundete paarige Parabasal-Fortsatz der Valva, der charakteristische Medialausschnitt der Sacculusfalte und der gebogene Aedeagus kennzeichnend. Somit scheint der einzige einigermassen sichtbare Unterschied zwischen den beiden Exemplaren nur die Breite und Ausprägung des paarigen kurz lappenförmigen Sacculusfortsatzes beiderseits des erwähnten Medialausschnittes von Sacculusfalte zu sein, der allerdings auf die Fluktuationsvariabilität und z.T. auf die Montierung des Genitals im Medium zurückzuführen ist. Anders der Habitus des zweiten Falters, der im Gegensatz zum holotypischen Männchen zwar den Kopf (allerdings ohne abgebrochene Labialpalpi) besitzt, sonst aber ebenfalls stark beschädigt bzw. geflogen ist. Trotzdem ist es ganz deutlich, dass es sich auch in diesem Fall um einen praktisch zeichnungslosen einfarbigen Falter handelt, der aber im Gegensatz zum Holotypus offenbar nicht eintönig gräulich, Bondern sehr hell bis weisslich sein musste. Ganz eindeutig kann * Ergebnisse der zoologischen Forschungen von Dr. Z. Kaszab in der Mongolei. Nr. 469.