S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)
c/ Muséum National d'Histoire Naturelle, Paris, Frankreich (Abk. Paris); A. Descarpentries (Déjean- und Chaudoir-Sammlung); d/ Naturhistorisches Museum, Wien, Österreich (Abk. Wien); F. Janczyk (Typen einiger Gangibauer'sehen Formen); e/ Museo Civico di Storia Naturale, Milano, Italien (Abk. Mil); C. Leonardi (Material der Sammlung "Museo Pietro Rossi"); f/ Herr Ing. W. Heinz, Wald-Michelbach, BRD, hat mir liebenswürdig ein sehr interessantes Material aus seinen eigenen Aufsammlungen der neuesten Zeit zur Verfügung gestellt, oft von bis jetzt unbekannten Fundorten (insbesondere aus Mazedonien, Griechenland und der Türkei); dieses Material befindet sich in seiner Privatsammlung (Abk. cHeinz). Trotz wiederholter Bitten wurde mir "leider nicht das Material aus der J, Müller-Sammlung, das im Museo Civico di Storia Naturale, Trieste, Italien, aufbewahrt ist, zugänglich gemacht; deswegen ist mir die Möglichkeit entzogen worden, einige Müller* sehe Typenexemplare zu untersuchen. EbenfaUs wurde mir leider das Material des Landesmuseums in Sarajevo, Jugoslawien, nicht ausgeliehen, wo die Überreste einiger Serien von Apfelbeck'sehen Syntypen aufbewahrt sind; in diesen Fällen konnte ich daher Lectotyp en un d Paralectotypen nicht aus diesem Material auswählen und habe sie aus den Syntypen der Apfelbeck-Sammlung in Budapest festgestellt. III. Geographische Variabilität bei. Gattung Molops und ihre taxonomische Bewertung III. 1. Wie schon gesagt (I. 3. ), tritt als die häufigste Form der inneren Gattungsvariabilität bei Molops die Bildung der englokalen, mikrogeographischen Rassen auf. Die Entstehung derartiger Rassen, deren Areal das Territorium von oft nur wenigen Quadratkilometern einnimmt, ist in der Zoologie bei den Gebirgs- und Inselpopulationen recht gut bekannt (siehe beispielsweise MAYR, 1969: 301) und kommt bei den Carabiden-Gebirgsarten besonders häufig vor (z. B. bei der Gattungen Nebria , Trechus , Pterostichus u. a. ), Bei den Molops-Arten des Balkan erscheint jedoch dieses Phänomen ausserordentlich auffallend, sowohl den Umfang, wie auch die Qualität betreffend; deutliche konstante morphologische Unterschiede lassen sich bei der ganzen Reihe von Arten unter den Populationen aus den sehr nahen, durch keine geographischen Barrieren getrennten Fundorten feststellen. III. 2. Die ausserordentliche geographische Variabilität der Molops-Arten ist offensichtlich durch verschiedene, sich gegenseitig ergänzende und überdeckende Ursachen bedingt. a/ Die erste Gruppe der Ursachen, welche die isolierten Areale irgendwelcher Formen - vor allem der ganzen Entwicklungslinien und Artengruppen - geschaffen haben, ist in den grossen Veränderungen zu suchen, die das Territorium der heutigen Balkanhalbinsel in den älteren geologischen Perioden durchmachte: die Trennung der Süd- und Nordaegeida durch die Meerenge, die insulare Charakter einiger der heutigen Gebirge in den älteren geologischen Perioden usw. Eine wissenschaftliche Analyse derartiger Zusammenhänge geht allerdings über die MögHchkeiten des Autors der vorliegenden Arbeit hinaus (einige Betrachtungen diesbezüglich siehe MARAN, 1945: 51 f. ). Es ist wahrscheinlich, dass mit derart grossen Veränderungen der geographischen Gestaltung von Arealen z. B. die Besiedlung des ganzen Territoriums des heutigen Griechenland (ausser dem nördlichsten Teil, der sich in faunistischer Sicht an Mazedonien knüpft) nur durch Formen einer einzigen polytypischen Art spartanus oder die Entstehung des Areals der mazedonischen polytypischen Art rufipes zusammenhängt. Wahrscheinlich sind Grundformen dieser Arten ursprüngliche Bewohner dieser Territorien; sie erhielten sich hier