S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)

VIII. Beschreibung der Arten und Unterarten I. Artengruppe des M. robustus (siehe VI. 2-1. ) 1. Molops striolatus (Fabricius, 1801) Carabus striolatus Fabricius, Syst. Eleuth. 1:188. Molops striolatus ssp. Loreki Obenberger, 1917, Arch. Naturgesch. 82A: 10-11. Molops striolatus striatus Hänel, 194Ó, Ent. Blatt. 36: 189. . Typus: Nach der Angabe in der Originalbeschreibung "habitat in Carneolia". Den . Typus habe ich nicht gesehen, doch die Deutung der Art bereitet keine Schwierigkeiten. Charakteristik: Gesamtgrösse (15, 5) 17-20 (23) mm. Oberseite schwarz, glän­zend (bei beiden Geschlechtern). Kopf auffallend gross, verdickt. Halsschild deutlich quadratisch, seine Seiten fast parallel, die Basis ebenso breit wie der Vorderrand; Hin­terecken rechtwinkelig, spitzig, Seitenrand in der Hinterhälfte deutlich verdickt; Basal­striche mit dem Seitenrand gleichlaufend, weit voneinander entfernt, die Fläche zwischen ihnen ± gewölbt, ohne Basalgrübchen (Abb. 2). Flügeldecken verhältnismässig breit, + parallelseitig, stark glänzend, Streifen in der Regel ausserordentlich fein oder fast feh­lend ( loreki Obenbg. ), manchmal allerdings deutlich und tiefer ( striatus Hän. ); Schul­tern sehr deutlich, 7. Zwischenraum stark kielförmig erhoben (ähnlich wie bei Abax). Aedoeagusspitze (Dorsalansicht) gedehnt, ±. parallelseitig, stumpf abgerundet (Abb. 3a); Innensack mit einer zahlreichen Gruppe von schmalen, lang zugespitzten Zähnchen; diese Zähnchengruppe liegt senkriecht, mit dem Innenrand des Aedoeagus gleichlaufend, im Proximalteil ist sie aber quer durch den Sack erweitert, ähnlich wie beim robustus (Abb. 4). Valvifer beim o schulterblattförmig (Proximalteil), im Distalteil stark ver­schmälert, gedehnt, fast parallelseitig, Stylus nierenförmig (Abb. 5). Auf Grund der wichtigsten Merkmale der Kopulationsorgane beider Geschlechter stelle ich diese Art zur robustus-Artengruppe. Die Streifung der Flügeldecken halte ich für ein individuell variierendes Merkmal; die Exemplare mit fast ungestreiften (= l oreki Obenbg. ) oder im Gegenteil mit tiefer gestreiften Flügeldecken (= striatus Hän. ) halte ich deshalb nur für individuelle Abweichungen. Verbreitung: Von den Ostalpen über Slowenien und Kroatien bis nach Westbosnien verbreitet. Literaturangaben: GANGLBAUER, 1889: 115 und 1892: 303 - Südsteiermark, Krain, Kroatien; APFELBECK, 1904:219 - Kroatien (Fuzine, Lokve, Perusic, Gospic), Bosnien (Grmec pl. bei Bihaé, Sanski most, Gnjat pl., Dinara); PORTA, 1923: 171 - Alpi Ve­nete, Regioné Giulia, Liburnia; DEPOLI, 1927:70 - Alto Carso Istriano, Carso Libur­nico -•Obruő, Risnjak, Piano di Castua e Fiume, Kapela, Cherso; HORION, 1941: 302 - Ostmark (Kärnten: Im südl. Unterkärnten - Grafenstein, Ferlach: nach Holdhaus­Prossen 1900; Karawanken: nach Heberdey-Meixner 1933), Krain, Venetien, Kroatien, Bosnien, Dalmatien. Montan bis subalpin; CSIKI, 194 6: 395 - Südsteiermark, Krain, Ve­netien, Kroatien (Karst-Geb.), Fiume, Dalmatien und Bosnien; MAGISTRETTI, 1965:414 - Venezia Giulia - M. Nero di Bochinia, M. Matajur, Caporetto, Dol, S. Lucia, Selva di Tarnova, M. Sabotino, Rubbia, M. Re, Senosecchia, S. Canziano, Artuise, Roditti, M. Castellaro, Matteria, M. Tajano, M. Sabnik, M. Maggiore, M. Michèle di Lerne, M. Nevoso, dint. di Fiume; Cansiglio (= striatus Hän.). Abb. 1. Die wichtigsten Teile des weiblichen Kopulationsapparats bei der Gattung Molops (M. elatus: TIX = IX. Tergit; v = Valvifer; g = Gonostiloid; s = Stylus). - Abb. 2-9. Molops robustus-Artengruppe; Halsschildform (2, 6), Aedoeagusspitze (3, 7; a = Dorsal­ansicht, b = Seitenansicht), Innensack (4,8) sowie. Valvifer + Stylus (5,9): 2, 3, 4, 5 = striolatus; 6, 7, 8, 9 = dalmatinus (Mass'-Stab: A=l i^m: Abb. 1, 3, 4, 7, 8 - Al=l mm: Abb. 5, 9 - B=2 mm: Abb. 2, 6)

Next

/
Thumbnails
Contents