S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)

gespitzten Zähnchen besteht (Abb. 238, 258; nur beim M. albanicus fehlt die zweite Grup­pe - Abb. 274). Durch dieses Merkmal ist diese Artengruppe von der verwandten elatus - Gruppe prinzipiell verschieden; im Innensack vereinigt die curtulus -Gruppe charakte­ristische Merkmale aus den Gruppen VIII ( elatus ) und X ( rufipes ). Valvifer und Stylus bei den ço. mit den Gruppen VII ( alpestris ) und VIII ( elatus) prinzipiell übereinstimmend, von der rufipes -Gruppe aber ganz verschieden (Abb. 262). Für Formen dieser Artengruppe ist eine Bildung von Hörnchen und Ausbuchtun­gen an der Spitze der Flügeldecken charakteristisch (Abb. 265, 266, 272), ähnlich wie bei den o_o_ der piceus-Gruppe. Typische Art: Molops curtulus Gangib. Ausser dem curtulus -Ras senkreis stelle ich zu dieser Artengruppe noch den sehr nahe verwandten reiseri­Rassenkreis und die Arten apfelbecki Gangib. und albanicus Apf. Das Zentrum des Gruppenareals bildet das Gebiet von Montenegro, von wo es nach Nordwesten (Sarajevo, Dinarische Alpen) und Süden(Lungara in Zentralalbanien) aus­läuft (Karte 3). Durch die meisten Merkmale wird diese Gruppe zur Entwicklungslinie der Grup­pen VII (alpestris) und VIII (elatus) eingeordnet; vom morphologischen wie auch vom zoogeographischen Standpunkt aus bildet sie allerdings zugleich ein gewisses Verbindungs­glied zur Gruppe X ( rufipes ). X. Artengruppe des M. rufipes Aedoeagusspitze deutlich gedehnt, schmal, bei Seitenansicht auffallend stark (fast rechtwinkelig) nach innen gekrümmt (Abb. 298b), bei Dorsalansicht lang ausgedehnt, + parallelseitig und nur schwach nach unten gekrümmt (Abb. 298a, 302a), ausnahmsweise dreieckig (Abb. 292a, 314a). Im Innensack gibt es drei bis vier Gruppen von schmalen, lang zugespitzten Zähnchen (nur bei der Aedoeagusspitze kommen einzelne breite, kurz zugespitzte Zähnchen manchmal vor): die zahlenmässig stärkste Gruppe (manchmal in zwei Gruppen verteilt) liegt senkrecht der äusseren Seite des Aedoeagus entlang, zwei kleinere Gruppen befinden sich im Distalteil des Innensackes bei der Innenseite des Aedoeagus (Abb. 299); nur beim M. osmanilis bilden die breiten Zähnchen eine selbstän­dige Gruppe (siehe Abb. 293, 295). Valvifer bei den <j>o, schulterblattförmig, dem der Gruppen I-III etwas ähnlich, doch der Distalteil merklich kürzer und der innere (linke) Rand des Proximalteils auf­fallend lappenförmig ausgedehnt; Stylus in der Regel oval oder konisch, stumpf abge­rundet (Abb. 318 u. f. ). Durch diese Merkmale stimmt die rufipes-Gruppe mit der Ar­tengruppe XI ( piceus) überein. Typische Art: Molops rufipes Chaud. Ausser dem umfangreichen rufipes-Rassen­kreis stelle ich zu dieser Gruppe - trotz einiger morphologischer Unterschiede - auch die Art osmanilis Apf. Das Areal der Artengruppe ist auf den Süder. der Balkanhalbinsel (Mazedonien, Albanien und Nordgriechenland) beschränkt (Karte 4). Vom morphologischen Gesichtspunkt aus stellt diese Gruppe (in Gemeinschaft mit der piceus­Gruppe) die dritte selbständige grosse Eni.wicklungslinie der Gattung dar (VI. 4). XI, Artengruppe des M . piceus Aedoeagusspitze gedehnt, am Ende meistens in ein unregelmässiges Hörnchen er­weitert, bei Seitenansicht nach innen gekrümmt (bei einigen Formen sehr deutlich), bei Dorsalansicht in der Regel sehr breit, Unterrand + gewellt (Abb. 339a, b). Im Innensack unregelmässig (oft in Form einer einzigen Gruppe) zahlreiche schmale, lang zugespitzte Zähnchen zerstreut (Abb. 340), deren Anzahl bei einigen Formen stark reduziert ist. Valvifer ähnlich wie beim rufipes geformt, Stylus in der Regel kurz, konisch, an der Spitze abgerundet (Abb. 359). Typische Art: Molops piceus (Panz. ), dessen formenreicher Rassenkreis die Ar­tengruppe bildet. Das Areal dieser Gruppe (Karte 4) ist das grösste aller Molops-Arten: die pro­gressive Form piceus piceus überschreitet die Balkangrenze weit nach Westen (Frank­reich) und Norden (Mitteleuropa - BRD und DDR), die Form piceus anatolicus kommt in

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