Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)

ihren diesbezüglichen Bedarf auf irgendeinem anderen Weg si­chern vermag. Die Bedeutung dieser Arbeit ist daraus er­sichtlich, dass zu jener Zeit über den Vitamin-Bedarf der Insekten nur sehr spärlichen Angaben vorhanden waren. Im Zoologischen Institut der Universität zu Debrecen hat im Jahre 1943 SZILÁRD VÁGÓ den bewegungsökologischen Einfluss der an der Wasseroberfläche befindlichen Bakterienhäuten auf die an der Oberfläche lebenden Insekten untersucht und damit eine neuartige Frage der Insektenökologie angeschnitten. Ein weiteres Institut, das sich schon vor dem zweiten Weltkrieg mit experiment al-entomologischen undzwar mit expe­rimental-ökologischen Fragen hätte befassen können, war der Vorgänger der heutigen Zoologischen Abteilung des Forschungs­institutes für Pflanzenschutz, die Ungarische Entomologische Station.Dieses Institut war jedoch seitens der leitenden Or­ganen der Landwirtschaft bzw.der landwirtschaftlichen Praxis selbst Jahrzehnte hindurch mit soviel wichtigen und dringen­den Aufgaben belastet, dass der verhältnismässig sehr be­scheidene wissenschaftliche Stab nicht imstande war ausser­dem auch noch andere, von der Praxis etwas entfernter ste­hende expérimentale Arbeiten durchzuführen. Dies war desto weniger möglich, da die deskriptiv-ökologische und gradolo­gische Erforschung der verschiedenen Schädlinge, sowie die Ausarbeitung der Bekämpfungsmethoden 'eine unermessliche An­zahl der auch heute noch von weitem nicht vollständig beant­worteten Fragen an eine sehr kleine Gruppe von Forschern stellte. Andererseit ssi es auch nicht verschwiegen, dass bei der höheren Leitung der landwirtschaftlichen Forschung sehr oft kein entsprechendes Verständnis für theoretische Arbeiten vorlag. Nach der Bewältigung der grossen Schwierigkeiten der Nachkriegsjähre entfaltete sich im Rahmen verschiedener. Institutionen Ungarns eine wesentlich intensivere exterinen­tal-entomologische Forschungsarbeit . Bezüglich der Möglichkeiten und der breiten Arbeits-

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