Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)
Dass die teilweise Ausschaltung dieser beträchtlichen Schäden keine Utopie ist, möchte ich durch Anführung einiger Beispiele beweisen. Wenn der Verbreitung des Kartoffelkäfers durch im ganzen Lande durchgeführte Pflanzenschutzmassnahmen kein Einhalt geboten werden wäre, würde der Schädling - laut Schätzungen - jetzt 70 vH der Kartoffelpflanzungen vernichten. /Dieser Verlust würde eben einem Wert von ungefähr 3 Milliarden Forint entsprechen./ Infolge der ständig durchgeführten Schutzmassnahmen erreicht der im Landesdurchschnitt verursachte Schaden kaum 0,5 vH. Die Pflanzenschutzstationen haben im Jahre 1959 durch Pflanzenschitzmassnahmen, die sie gegen den Kartoffelkäfer, den Getreidelaufkäfer, die Rübenschädlinge sowie die Schädlinge der Luzerne und des Rotklees durchgeführt haben, einen Betrag von rund 400 Millionen Forint gerettet. Der in den Maisfeldern angerichtete Schaden der Drahtwürmer entspricht laut Schätzungen einem Betrag von 100 Millionen Forint. Auf den volkseigenen Gütern werden vor der Aussaat alle für den Maisanbau bestimmten Schläge untersucht. Es wird versucht die Schäden - je nach dem Grad der Verseuchung - durch einen Wechsel der Anbauflächen oder durch Bodendesinfektion bzw. Saatgutbehandlung zu vermeiden. Dies ermöglicht, dass der Schaden auf ein unbeträchtliches Mass vermindert werden kann. Die Schädlinge des Luzerne- und Rotkleesamenbaues verursachen einen jährlichen Schaden von ungefähr 150 Millionen Forint. Dieser Schaden kann durch eine entsprechende Auswahl der Samengewinnungsflächen, durch einen früh durchgeführten ersten Sehnitt, und durch SchutzmaBsnahmen gegen Insekten, welche die Saaten noch im grünen Zustand schädigen, bis zu einem gewissen Grade vermindert werden.Leider können wir bei den Pflanzenschutzmassnahmen die Anwendung von Chemikalien noch nicht vermeiden, trotzdem durch eine unbedachte Anwendung von auf breiter-Skala wirkenden Insektiziden auch die nützlichen, die Bestäubung günstig beeinflussenden Insekten