Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)

etitutes organisierten Laboratoriums in Keszthely, anderer­seits aber durch das seitens der Leitung der landwirtschaft­lichen Forschung im letzten Jahrzehnt wahrnehmbares ver­stärktes Verständnis gegenüber der Grundlagenforschung er­möglicht. Obzwar die Forscher infolge der von der Praxis ge­stellten immer neueren Aufgaben auch heute noch sehr belas­tet s ind,macht es der gegenüber der Vorkriegszeit wesentlich erhöhte Stab der Abteilung heute schon möglich, dass neben den descriptiv-ökologischen, zönologischen und toxikologi­schen Arbeiten auch Untersuchungen auf dem Gebiete der expe­rimentalen Ökologie bzw. Insektenphysiologie durchgeführt werden können. Den Hauptaufgaben des Institutes entsprechend bewegen sich die zur Behandlung ausgewählten Themen haupt­sächlich im Rahmen der experimental en Insektenökologie. Es wird angestrebt auf diese Weise zu klären, wie die verschie­denen Umwelt faktorén das Verhalten und die Vermehrung der phytophagen und parasitischen Insekten, sowie das Verhält­nis Wirtspflanze /Schädling bzw. Wirt/ Parasit beeinflussen. Es ist anzunehmen, dass die Ergebnisse dieser Arbeiten nicht nur aus theoretischem Gesichtspunkte von Wichtigkeit sein können, sondern auch zur Lösung von praktischen Problemen des Pflanzenschutzes zu benützen sein werden. Von den bis jetzt vorgenommeiien Arbeiten seien folgende erwähnt: BARNABÁS NAGY und GÁBOR REICHART untersuchten bei mehre­ren phytophagen und entomophagen Ineekten den Zusammenhang zwischen Temperatur und Aktivität, und konnten wichtige Schlüsse auf das Verhalten dieser Arten in der Natur ziehen. LÁSZLÓ S ZALAY-MARZSÓ hat Messungen über den Lipoidgehalt von Hyphantria-Puppen angestellt und fand, dass der Lipoidgehalt der Individuen, die sich als Raupen an zweitrangigen Nähr­pflanzen entwickelten, niedriger ist, was sich auf die Vermehrungsfähigkeit und Vitalität des Schädlings ungün­stig auswirkt. Auf Grund seiner an Colaphellus sophiae un­ternommenen Versuche konnte GYULA SÁRINGER eine enge Korre­lation zwischen Belichtungsdauer und Eiprodukt ion beweisen.

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