Folia archeologica 53.
István Vörös: Fosszilis őstulok (Bos primigenius boj.) csontvázrészek Egervárról
KANNELIERTE KERAMIK IN DER SKVIIIESZKITI.K:IIKN ALFÖLD-GRUPPÉ 57 Eine bis jetzt einmalige Form vertritt die Urne unter den Beigaben des Gräberfeldes von Csanytelek - Újhalastó. Csanytelek Újhalastó, Grab 181. Symbolische Bestattung. Handgeformte, schwarze Urne mit geradem Rand. Am Halsansatz befinden sich vier Henkel, der Bauch ist mit vier Buckeln verziert, die Schulter ist senkrecht kanneliert. H. 19.5 cm (Abb. 4. 9). Beigaben: 2 Spinnwirtel, Bronzephalera, bronzener Drahtring. GALANTHA 1986, 334. T. 8. 2 Vierhenkelige Urnen ähnlicher Form, mit kannelierter Verzierung sind häfig vorgekommene Stücke der Grabkeramik der slowakischen späten Lausitz-Kultur. Auch andere Fundstücke zeugen von der Beziehung dieser Kultur mit dem skythenzeitlichen Volk der Tiefebene, so z. B. der bronzene mit Haarring mit Scheibenkopf aus dem Grab 112 des nordslowakischen Gräberfeldes Dolny Kubin. 4 9 Aus der Analyse der kannelierten Tongefäßen im Fundmaterial der skythenzeitlichen Alföld-Gruppe kann man die Schlussfolgerung ziehen, dass dieser Keramiktyp die Merkmale verschiedener Kulturen zeigt. Zum Nachlass der örtlichen spätbronzezeitlichen - früheisenzeitlichen Töpferkunst gehören die Schüssel mit schräger Turbanverzierung am Rand, das zylinderförmige Gefäß, das bauchige Töpfchen und das Gefäß in Wasserkrugform, während die Schüsseln, die innen mit Kannelierung verziert sind, die Wirkung der eisenzeitlichen kannelierten Keramik von Syrmien zeigen. Es gibt mehrere Gefäße im erörterten Fundmaterial, welche zu den von der Töpferkunst der frühskythischen Kultur des Waldsteppengebietes übernommenen Keramiktypen gezählt werden können. Dazu gehört ein Teil der Tassen mit Scheiben-, Knopfhenkel. Zwar befinden sich mit Kannelierung verzierte Gefäße auch im frühskythischen Fundmaterial des Waldsteppengebietes, aber dort kann dieser Keramiktyp auf die örtliche spätbronzezeitliche Töpferkunst zurückgeführt werden. 3, 1 Die Schulter der Tassen mit Scheiben-, Knopfhenkel wurde mit kannelierter Verzierung zuerst von der frühskythenzeitlichen Töpferkunst der Tiefebene versehen. Die Herstellung diesen Keramiktyps wurde erst später, von der Periode HA D2 an auch im Gebiet der ostalpin-mitteldonauländischen Hallstattkultur verbreitet. Die im Fundmaterial befindlichen, mit Gittermuster und mit tiefer Kannelierung verzierten Gefäße zeigen die Wirkung des letzteren Kulturkreises auf die Alföld-Gruppe. Die kannelierte Keramik ist also auf diese Weise ein Zeuge, ein Beweis für die weitreichenden Beziehungen, welche das Volk der Alföld-Gruppe hatte. Übersetzung: Eszter Aczél W'CAPI.OVIC 1977, 64. Abb. 36, 8. 1( 1 IL'INSKA|A—MOZOLEYSKIJ— TERENOÏKIN 1980, 59. Abb. 37; SMIRNOVA 2001, 33.