Folia archeologica 53.
István Vörös: Fosszilis őstulok (Bos primigenius boj.) csontvázrészek Egervárról
50 TIBOR KEMENCZEI Tápiószele, Grab 316. Brandbestattung. Unzusammenstellbare Fragmente einer schwarzen Tasse mit Scheibe am Henkel (Abb. 3. 77); Schüssel mit eingebogenem Rand, In der Schüssel Aschen und Schafsknochen. - UNM 53.15.147 - PÁRDUCZ 1966, T. 46. 5. Die frühesten Tassen, deren Henkel in einer Scheibe, oder in einem Hachen Knopf endet, kommen im zur spätbronzezeitlichen Saharnakultur gehörenden Fundmaterial des Pruth-Dnestr-Beckens vor. 1 8 Im Karpatenbecken befinden sich ähnliche Gefäße aus dieser Periode unter den Keramikfunden der Noa-Kultur 1 9 in Siebenbürgen, sowie der Lapus-Kultur 2 0 in Kárpátalja (heute zur Ukraine). Aber bei diesen Stücken befindet sich nur eine Scheibe, ein flacher Knopf am Henkel. In den Waldsteppengebieten dauerte die Herstellung der Gefäße mit solchem Henkel kontinuierlich bis zur Periode Zabotin - Cernoles', bis zur frühskythischen Zeit, d.h. bis zum 7. Jahrhundert v. Ghr an. 2 1 Es ist anzunehmen, dass dieser Gefäßtyp durch die NS-Beziehungen in die Gebiete von Oltenien (Ferigile) 2 2, Syrmien 2 3, des NO-Balkans und von Mazedonien 2 4 gelangte. In diesen Gebieten sind Fassen sowohl mit einem Knopf, als auch mit zwei Scheiben am Henkel bekannt. Auf Grund der bisher zum Vorschein gekommenen Funden wurden Tassen mit Scheibe am Henkel zuerst in der frühskythischen Zeit im Grab beigegeben. Darauf kann man auf Grund der mit ihnen zusammen ans Tageslicht gelangten Eisentrense vom Typ Vekerzug aus dem Grab 89 von Csanytelek - Ujhalastó schließen. Die Seitenstangen dieser Trense haben eine Tierkopfform. Ihre Analogien sind unter denjenigen Grabfunden bekannt, die in diese Periode datiert werden können. 2 5 Da es unter den Funden der Periode vor der Skythenzeit in der Tiefebene kein einziges Gefäß mit Scheibe am Henkel zu finden ist, musste die Kenntnis diesen Typs aus anderen Gebieten zum Volk der Alföld-Gruppe gelangt sein. Eines dieser Gebiete konnte das Waldsteppengebiet der mittleren Dnestr-Gegend gewesen sein, woher auch die Kenntnis der Herstellung von Gefäßen auf Drehscheibe stammte. 2 6 Vermutlich aus dieser Gegend gelangte die Tasse mit Scheibe am Henkel ins Gebiet der Kustanovice (Kustánfalva)-Gruppe in Kárpátalja, die aus dem in Sztánfalva (Stanovo) freigelegten Hügelgrab zum Vorschein kam. 2 7 Als andere Herkunftgebiete können Syrmien, das Banat angenommen werden, woher einige, zwar andere, aber mit Kannelierung verzierte Gefaßtypen (Abb. 7. 4, 9) zur Alföld-Gruppe skythischer Prägung gelangten. Die große Anzahl der scheibengedrehten Gefäße unter den Grabfunden in der Tiefebene weist aber darauf hin, dass die Elemente östlichen Ursprungs im Formenschatz des Töpferhandwerks überwogen haben. Zur zweiten Variante der Tassen, Becher mit Hörnerlienkel gehören dijenigen Gefäße, an deren Henkel sich zwei kleine Kugelabschnitte, oder kegelförmige Knöpfe befinden. I» KASUBA 1991, 198-199, Abb. 1-2, 202. Abb. 4; Dies.. 2000, 302. Abb. 18. I'J ZAHARIA 1963, 144. Abb. 4, 3-4 2« KACSÓ 1975, 65. Abb. 16, 1-5. SMIRNOVA 1983, 66. Abb. 5.; Kruselnicka 1998, 164. Abb. 100. 22 VI LM: 1967, Abb. 5. 23 MEDOVIC 1978, Tat. 43, 1-4 24 HOCHSTETTER 1984, 371-372. 303. 349. 25 KEMENCZEI 1985, 47. Abb. 4, 6-10: Miskolc - Diósgyőr, Nyékládháza - Mezőnyék; WERNER 1988, 17-18. 26 SMIRNOVA 1999. 143. 2' ZATLUKAL 1937, 97. Abb. 12.