Folia archeologica 53.
Mráv Zsolt: Traianus-kori monumentális építései felirat a carnuntumi legiotáborból
ADVKRSI S PAR I MOS 127 2. Auch im Feldzug von Caracalla nach Parthia wurden alle pannonischen Legionen in irgendwelchem Maße eingesetzt. 3 3 Die legio II adiutrix wurde als eine der Eliteneinheiten des Reiches 3 4 - gewiss wieder der Totalbestand - nach Osten beordert, da wie es vom Grabmal eines in Byzantion verstorbenen aquilifers der Legion bekannt ist (AE 1976, 641) :, :' - nahmen die Soldaten die aquda auch zum Kriegsschauplatz mit. 3 6 Im Winter 214/215 n. Chr. oder 218/219 n. Chr. verweilten die legio II und die mit ihr zu Paaren eingesetzten einzelnen Einheiten der 1 adiutrix in Byzantion, 3 7 während die cohors VI. der / adiutrix - zusammen mit der vexillatio der legio III Italira Antoniniana (CIL III 14207 6) - den Winter in Perinthos verbrachte. 3 8 Laut der zum Vorschein gekommenen Grabdenkmäler sind in der Ubergangsperiode der Stationierung in Thrakien auch mehrere Soldaten der adiutrices Legionen verstorben. Zur Zeit des Orientalfeldzuges, zwischen den Jahren 215 und 218 n. Chr. verbrachten die pannonischen Legionen den Winter regelmäßig in N-Syrien, wie es von den in Zeugma (Syria Phoenicia) gefundenen Grabdenkmälern der verstorbenen Soldaten der legio I und II adiutrix sowie der legio Xgemina belegt ist. 3 9 Die im Orient und in ihrer Heimat errichteten Grabdenkmäler der während des Feldzuges verstorbenen pannonischen Soldaten, die eines natürlichen Todes gestorben, bzw. im Kampf gefallen sind, berichten über schwere Verluste der Legionen. Es ist kein Zufall, dass die meisten Grabdenkmäler, die die Umstände des Todes der pannonischen Soldaten ausführlich erörtern, eben für diejenigen Soldaten errichtet wurden, die während des Orientalfeldzuges von Caracalla verstorben waren. Eine weitere sprechende Angabe zur Sache: diejenigen inschriftlichen Denkmäler (Grabinschriften und Altäre), die mit dem Feldzug in Zusammenhang gebracht werden können, sind in größter Zahl mit den zwei Elitenlegionen, der legio I und 11 adiutrix verbunden. Den von Caracalla gegen die Parther geführten Feldzug nennen die inschriftlichen Quellen einstimmig expeditio (mentalis, bzw. felicissima orientálisBis jetzt wurde nur eine einzige Inschrift mit der Erwähnung der expeditio Parthica mit dem Orientalfeldzug von Caracalla verbunden (RIU 1494). Aber neulich stellte es sich auch davon heraus, dass sie im Gegensatz zur früheren Vermutung nicht auf das Jahr 218 n. Chr., sondern auf das Jahr 205 n. Chr. datiert werden kann (siehe unten)." Auf diese Weise bezieht sich die Zeile des Altars, welche die expeditio Die Beteiligung der pannonischen Legionen am Orientalfeldzug von ( iaracalla wird von den folgenden inschriftlichen Quellen belegt: legio Xgeminir. AE 1977. 820 (Zeugma) = SPEIDEI 1985, 606-607; legio XIIIIgemina: CIL III 4480 = ILS 2307 = VORBEÍ К 1980, 38 Nr. 78 = REUTER 2005, 261, Nr. 18; legio 1 adiutrix-. AE 1976, 642 (Byzantion) = SPEIDEI. 1976. 126-127; AE 1995, 1261 = LŐRINCZ 1995, 245-248; legio II adiutrix : RIU 944 (Pilisszántó) dazu s. noch Anm. 26; AE 1976, 641 (Byzantion); AE 1977, 820 (Zeugma). Es ist anzunehmen, dass auch die Inschrift ICR III 1412 = ILS 8879 von Bithynien mit dem Einsatz der legio I und II adiutrix im Osten zusammenhängt, vgl.: RITTERLING 1924-1925, 1:121. 4 SPEIDEI. 1976, 132. 33 SPEIDEL 1976, 124-126 n. 1. 3« S PEIDEL 1976, 124-126, 129-131; MRÁV-O ITOMÄNYI 2005, 183; U BI . 2006, 11. 37 S PEIDEI . 1976, 130. In Perinthos sind sogar zwei Grabdenkmäler zum Vorschein gekommen, die für die Soldaten der cohors VI. der legio I adiutrix errichtet worden sind: CIL III 7396; AE 1976, 640. Zur Datierung der Grabdenkmäler und zur Frage ihrer Verbindung mit der Expedition von Caracalla gegen die Parther s.: SPEIDEI. 1976. 132-134. '«> SPEIDEL 1985, 607. 11 1 AE 1972, 598 (Ephesos); CIL VIII 2564 (Lambaesis). Zusammenfassend s. dazu.: ROSENBERGER 1992, 117. 1 1 Siehe dazu bis auf weiteres die Korrektion zu Ci. Alföldy: ALFÖI.DY manuscript 2001, 69 und tiers, bei LŐRINCZ 2004, 301.