Folia archeologica 53.

Mráv Zsolt: Traianus-kori monumentális építései felirat a carnuntumi legiotáborból

ADVERS US P ARTHOS 125 Abb. 3 Die Grabstele, noch vor der Aushebung aus dem Stützpfeiler, Archivfoto (Műemlékvédelmi Tudományos Intézet, Fotoarchiv Inv.-Nr. 165.428ND) 3. ábra. A sírsztélé még a támpillérből való kibontása előtt, archív fotó (Műemlékvédelmi Tudományos Intézet, Fotótár ltsz.: 165.428ND) Bauinschrift der thermae maiores von Aquincum schon erwähnt ist (CIL III 3525 = 10492 = ILS 2457 = AE 1944, 85). 1: 5 Im Zusammenhang mit dem Ergänzungsvorschlag in exped(itione) [Go]t[i]ca gibt es ein weiteres Problem, da keine einzige zeitgenössische inschriftliche Quelle - bis auf die Inschrif t unsicher­er Lesung von Székeshérvár - den gotischen Krieg von Claudius II. expeditio genannt hat. Auch am in Celeia gefundenen Grabstein des in demselben krieg gefallenen Soldaten der legio II Italica, 1 4 Aurelius Victor (CIL III 1700 = AI) Iii) kommt nicht diese Benennung, sondern die viel kompliziertere Formulierung hello desideratas hoste Gutica (!) vor. Auf Grund deren gilt als zeitgenössische offizielle Terminologie für diesen Krieg die Wendung helium Gothieum, 1 3 Der Gebrauch der Formel eiusdem statt s(upra) s(criptae) lässt die Grabstele eben­falls in eine frühere Periode als die Zeit der gotischen Kriege von Claudius IL, spätestens auf den Anfang des 3. Jahrhunderts n. Chr. mit einer Wahrscheinlichkeit datieren. Die zurückweisende Formel eiusdem wurde nämlich im Laufe des 3. Jahrhunderts n. Chr. allmählich von den Sigeln S. S. als Abkürzung zur Wendung supra scriptae verdrängt. 1 1' In den auf Mitte-zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. datierbaren offiziellen und privaten Texten wurde dann schon ausschließlich dieser Ausdruck gebraucht. 1 7 ALFÖLDI 1943, 39-40; FITZ 1983, 199-200; LŐRINCZ 2000, 165. Die frühe Annahme des Kaiserbeinamens in der Benennung legio II adiutrix Claudiana erklärt ALFÖLDI 1943, 40—11. 1 1 Siehe das Kommentar von V. Hoffiler und B. Saria zur Inschrift AI ) 10. Dies scheint auch von der História Augusta belegt zu sein, da der Autor den gotischen Krieg von Claudius II. sogar auch viermal bell um Gothieum genannt hat (HA vita Claudii 1,3; 3,6; 1 2.2; HA vita läciti 30,3), man muss auch hinzufügen, dass er einmal auch die Wendung Gothica expeditio gebraucht hat (HA vita Tacit i 30,11). Was die offizielle Benennung des Feldzuges betrifft, kann die später entstandene História Augusta höchstens als eine Quelle, die die Annahme wahrscheinlicher macht, aber keinesfalls als beweisführende Quelle angeführt werden. Zum fraglichen Quellenwert der História Augusta bezüglich der Benennung der Feldzüge siehe: ROSENBERGER 1992, 1 17. 16 M RAY 1997, 49-50. 1 7 Siehe die Formel im ähnlichen Kontext: Rll 1155 (um 247 n. Chr.); SASEL 1961, 3-30 (nach 261 n. Chr.); sowie CIL III 3529 (zwischen 264/65-267 n. Chr.); RH 514 (unter oder nach Gallienus).

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