Folia archeologica 49-50.

Viola T. Dobosi: Elefántmaradványok mint nyersanyagok négy őskőkori lelőhelyen

SKYTHISCHE SCHMUCKMODE 65 mit Filigrandrahten zum Schlangenkopf geformt wurden. Solche Haarringe wurden im Grab 27 von Vámosmikola mit einer verkleinerten eisernen Streitaxt zusammen vergraben, die als Zeichen einer führenden Person bestimmt werden kann (Abb. 15. 3, 5, 11). In Tiszavasvári—Csárdapart kam ein Haarring mit Schlan­genkopfabschluss aus einer Bestattung vor, die an Beigaben reich war (Grab 48, Abb. 11. 19). Es gibt aber auch Gräber, in denen die Haarringe von diesem Typ allein auf die ehemalige wichtige Rolle der vergrabenen Person in der Ge­meinschaft hinweisen (Sanislau 19, Grab 46, Abb. 9, Chotin A/72, Grab 246, Abb. 19. 7, 11). Schön bearbeitete Haarringe mit Tierkopfdarstellung, mit Goldblech­überzug befinden sich im Fundmaterial des in der zweiten Hälfte des 19. Jahr­hunderts freigelegten Gräberfeldes von Piliny in Nordungarn, die Fundzusam­menhänge der dort freigelegten vielen Gräber sind aber unbekannt. 6 Der Meinung mehrerer Forscher nach ist die Erklärung für die unter­schiedlichen Bestattungssitten des Volkes der Alföld-G ruppe, dass die Gräber un­terschiedlicher Riten zu auchtochtoner Bevölkerung, oder zu Gemeinschaften östlicher Herkunft gehörten. Haarringe kamen sowohl aus Skelettgräbern, Brand­schüttungsgräbern, als auch aus Urnengräbern gleicherweise zum Vorschein. Diese Tatsache zeugt davon, class Angehörige von Familien, die unterschiedliche Bestattungssitten verwahrten, gleicherweise berechtigt waren, Haarringe zu tra­gen, d. h. diese Schmuckstücke nicht die unterschiedliche Herkunft, sondern die Zugehörigkeit zur Alföld-Gruppe zum Ausdruck brachten. Auch die Verbreitung der Haarringe zeigt diese Funktion, diese Bedeutung: sie wurden von dem all­gemeinen Modeschmuck, den Armringen, Perlen abweichend in der westlichen Halite des Karpatenbeckens nicht getragen. Im Fundgut der dort heimischen ostalpinen, mitteldonauländischen Hallstattkultur befinden sich bloß einige Haar­ringe. An ihren Fundorten kamen meistens auch andere Gegenstände zum Vorschein, die ursprünglich vom Alföld gestammt hatten (Sopron-Krautacker: Abb. 18. 7-12, 15, Szentlö'rinc: Abb. 17. 8, Velem-Szentvid), 7 cl. h. man kann an­nehmen, dass sie einst nicht auf dem Weg indirekter Handelsverbindungen dort­hin gelagt waren. So nahm E. Jerem an, dass im Grab 29 von Sopron-Krautacker vermutlich eine vom Alföld gestammte Frau bestattet wurde. In der großen Handwerkersiedlung von Velem-Szentvid konnten der Meinung von M. Párducz nach auch Kaufleute vom Alföld dabei gewesen sein. 8 Auch die im Gräberfeld von Szentlö'rinc freigelegten Pferdebestatiungen, das Pferdegeschirr vom Alföld-Typ zeugen davon, dass zwischen den Völkern vom südlichen Transdanubien und vom Alföld eine engere Beziehung bestehen konnte, als eine einfache Handelsbe­ziehung. Die Mode der Tragung von Haarringen konnte vom Osten ins Gebiet des Alföld gelangt sein, wo dann die heimischen Handwerker an der Form dieser Schmuckstücken ein wenig änderten. In der Steppengegend nördlich vom Schwarzmeer kamen aus Gräbern aus der vorskythischen Zeit, aus dem 9.-8. Jh. vor Chr. die ältesten spiralförmigen, aus Elektron, aus Gold, oder mit Goldblech überzogen gefertigte Schmucksachen zum Vorschein, die den Haarringen des Alföld besonders ähnlich sind.' 1 In den vorskythischen Bestattungen des Alföld wurden bis heute keine solchen Haarringe gefunden. Es sind bloß zwei Stücke mit « Reinecke 1897, 23. Abb. 14. 1-3; Pata) 11955, Taf. 14, 1. 5, Taf. 16, 11. 7 Miske 1907, Taf. 31, Chochorowski 1985a, 239. Abb.6, 14-22. » Jerem 1981a, 114; Párducz 1965, 298. 9 Terenozkin 1974, 32. Abb. 6, 3; 52. Abb. 22, 1: Vysokaja Mogila, l.'vovo; Bokij / Gorbul 1985, 226. Öecelicvka; Dubovskaja 1994. 22. Abb. 4, 32-35; Dies. 1997, 296. Abb. 12, 5; Dimitrovo, Grusevskij.

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