Folia archeologica 49-50.

Endre Tóth: A magyar Szent Koronáról. (Kutatástörténeti beszámoló)

350 ENDRF, TÓTH Thronfolger erzogenen späteren ungarischen Königs Béla III. 7 2 Später, im 13. Jahrhundert, wäre die eine byzantinische Herrscherkrone kopierende Zusammenstellung in Ungarn unsinnig gewesen. Das älteste, in unveränderter Form erhaltene und unmittelbar mit der Person Stephans I. verbundene Stück der Kröningsinsignien neben dem 1031, zum dreißigsten jahrestag der Krönung Stephans verfertigten Meßgewand, dem späteren Krönungsmantel, 7 3 und der unter Verwendung eines mit Stephan dem Heiligen zu verbindenden Goldschmiedegegenstandes im 12. Jahrhundert zusammengestellten Heiligen Krone ist das Zepter. 7 4 Dies entspricht jenen mittelalterlichen Quellenangaben, nach denen den ungarischen Königen bei der Krönung clie Krone Stephans des Heiligen aufgesetzt und seine „Kleidung" umgelegt wurde. Auch von der Krone konnte rechtens behauptet werden, daß sie dem ersten König gehörte, weil sie mit einem Goldschmiedegegenstand - einer Reliquie - bereichert wurde, der, soweit man wußte, Stephan dem Heiligen gehört hatte. Deshalb wählte man in der Schatzkammer der Székesfehérvárer Basilika jenes Meßgewand als Krönungskleidung aus, das nicht nur dank seiner glanzvollen Erscheinung am geeignetsten war, sondern auch mit dem ersten ungarischen König in Verbindung stand. Deshalb wählte man das Zepter aus, von dem man wohl wußte, daß es Stephan dem Heiligen gehört hatte, obwohl seine ungewöhnliche Form von den zu jener Zeit verwendeten unterschied. Schließlich fertigte man (auch) deshalb diese Krone, in die man Teile einbaute, von denen man wußte, daß sie Stephan dem Heiligen gehört hatten. Von der heiligen Reliquie übernahm auch die Krone selbst das Attribut sacra. Von da an war sie als wichtigster Krönungsgegenstand auch selbst heilig (1256), zur Krone des ersten ungarischen Königs geworden. Übersetzung: Friedrich Albrecht BIBLIOGRAPHIE BÁRÁNY-OBERSCHALL 1947 Bárány-Oberschall, M. von, Problémák a magyar szent korona körül (Prob­leme um die ungarische heilige Krone), AntHung 1.1947, 91-99. BÁRÁNY-OBERSCHALL, Bárány-Oberschall, M. von Localization of the Enamels of the Upper Hemis­phere of the Holy Crown of Hungary, The An Bulletin 31, 1949, 121-126. BÁRÁNY-OBERSCHALL 1952 Bárány-Oberchall, M. von Ree. Kelleher 1951, Comna Ser.IlL, Anno 5:1, 1952. 80-86. BÁRÁNY-OBERSCHALL 1974 Bárány-Oberschall, M. von Die Sankt Stephans-Krone, 2. Auflage, Wien 1974. A. BOECKLER, 1956 A. Boeckler, Die „Stephanskrone". Schramm III. 1956, 731-754. 7 2 Bogyay. T. v., ree. J. P. Kelleher, Byz. Zt. 1952, 422; Bogyay 1978, 227; Jahrzehnte später, 1205, bedroht Andreas II. nach dem Tod des Kindes König Ladislaus III. in Osterreich den österreichischen Herzog mit Waffen, um ihn zur Rückgabe der Krone zu bewegen: Das ist ein gewichtiges Argument zum Beweis dessen, daß die Heilige Krone bis etwa 1200er Jahren zur tatsächlichen und einzigen Krönungsinsigne der ungarischen Könige geworden war: nach dem Tode Königs Ladislaus III. (Wien 1205) Sicque sedata est controversia grandis, quae inter durem (sc. Leopoldus) et Andreám regem orla fuerat pro repetenda tam regina, quam thesaurìs seu corona quam simul asportaverat, in tantum ut contractis utrimque exercituum copiis inter se dimicaturi residerent, Continuano Admuntensis a. 1205, MFH SS IX 591 = Gombos, Catalogus I. 1718, p. 752. 7 3 Tóth 1997 7 4 Tóth 2000

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