Folia archeologica 49-50.

Endre Tóth: A magyar Szent Koronáról. (Kutatástörténeti beszámoló)

DIE UNGARISCHE HEILIGE KRONE 337 Abb. 14 Die Inschrift der Schriftrolle des Propheten Habakuk (am Bronzetor der Basilika San Paolo fuori le mura) 14. ábra Habakuk próféta irattekercsének felirata (San Paolo fuori le mura bazilika bronzkapuján) Kapitalis antiqua-Buchstaben gerade die Buchstaben V und T mit ebensolchen Unzialbuchstaben geschrieben sind wie auf den Apostelplatten der Krone. Die silbereingelegten Buchstaben auf dem Bronzetor zeigen schön, welche Schwierig­keiten einem Meister in Konstantinopel die Verwendung der lateinischen Buchstaben bereitete. Dieses Spezifikum der Inschrift auf dem Tor von St. Paulus unterstützt die Möglichkeit, daß die Schöpfer der Apostelplatten der Krone tatsächlich von griechischer Herkunft waren und griechische Bildung hatten. Die hervorragende technische Ausführung der Platten weist darauf hin, daß die Meister das byzantinische Emailherstellungsverfahren gut kannten. Der Stil der Darstellungen ist ebenfalls für das Randgebiet der byzantinischen Kultur bezeichnend. Der Herstellungsort kann in Mittel- und Süditalien gelegen haben, wo zumindest in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ein byzantinischer künstlerischer Einfluß zur Geltung kam. Die Stufen- und Rosettenmotive neben den Gestalten auf den Apostelplatten sind typisch für den Musterschatz der byzantinischen Miniaturen und Emailplatten. Noch verräterischer ist der Platz der beiden Schlüssel des Apostels Petrus. In der westeuropäischen Kunst ist es üblich, daß Petrus ein oder zwei große Schlüssel in der Hand hält (Abb. 7). Demgegen­über fehlen die Schlüssel in der byzantinischen Kunst. Es gibt sie dagegen im

Next

/
Thumbnails
Contents