Folia archeologica 49-50.

Viola T. Dobosi: Elefántmaradványok mint nyersanyagok négy őskőkori lelőhelyen

FOLIA ARCHAEI.OGICA XLIX-L. 2001-2002. BUDAPEST BEITRÄGE ZUR SCHMUCKMODE DER ALFÔLD-GRUPPE SKYTHISCHER PRÄGUNG Tibor KEMENCZEI Einen typischen Teil des gegenständlichen Denkmaterials der Alföld-Gruppe skythischer Prägung bilden die Schmuckstücke in Form von kleinen spiralförmi­gen Ringen aus Bronze, Edelmetall. Unter den aus Bestattungen zum Vorschein gekommenen vielen Schmuckstücken, wie Armringe, Glas- und Bernsteinperlen, war beim Volk der Alföld-Gruppe nur die Mode der kleinen spiralförmigen Ringe allgemein verbreitet. Diese Ringe waren genauso typische Produkte der Alfölder Werkstätten, wie die Tonstempel, die genieteten Eisentrensen, und die scheiben­gedrehte Keramik, so können sie wichtige Angaben für die Datierung der Kultur skythischer Prägung auf der Tiefebene (Alföld), für die Rekonstruktion ihrer Be­ziehungen, ihrer gesellschaftlichen Verhältnisse. In der Fachliteratur werden diese Schmuckstücke unterschiedlich erwähnt, so werden sie als Schläfenring, Ohrring, Lockenring, spiralförmiges Gehänge, oder auch als Pontus-Ohrring bezeichnet. Diese verschiedenen Benennungen zeugen davon, dass trotz der grossen Anzahl der Grabfunde weder ihre genaue Funktion, noch ihre Herkunft, Tragart bis jetzt bestimmt werden konnten. Ausserdem muss auch die Frage geklärt werden, ob diese Schmuckstücke nur zur Frauenschmuck­garnitur gehört haben dürfen, oder aber auch Zubehör der Männertracht gewesen sein können. Zur Beantwortung der aufgeworfenen Fragen sehen wir im Folgen­den die Daten einiger typischer Grabfunde, die auch kleine spiralförmige Metallringe enthalten, durch. 1. Hódmezővásárhely— Kishomok (Komitat Csongrád). Etwa 300-400 Meter vom Fundort der in den Jahren 1938 und 1965 freigeleg­ten 25 Bestattungen entfernt entdeckte man 1940 während Sandgrabung ein Grab, in dem sich die folgenden Objekte befanden: scheibengedrehte, graue Urne (Abb. 1.1); Schüssel mit eingebogenem Rand (Abb. 1.4); scheibenged­rehter Henkelkrug (Abb. 1. 3); silberner Haarring mit Nagelkopf (Abb. 1. 2). - Pärducz 1940, 87. Taf. 11. 1-2, 4-5. 2. Orosháza-Gyopáros (Komilat Békés). 1969 wurden hier 167 Gräber freigelegt, 11 davon enthielten Funde keltischen Typs. Wir zeigen hier drei von den Bestattungen, die aus der Skythenzeit stam­men, und Harringe enthalten. Grab 2. Urnengrab. In der mit scheibengedrehter Schüssel bedeckten handge­fertigten Urne fand man in den Aschen die folgenden Fundstücke: 2 St. Haar­ringe aus Bronze, mit Nagelkopf, mit Goldblechüberzug, Dm. 2 cm (Abb. 1. 15-16); ein unversehrter, unverzierter Armring aus Bronze, Dm. 6,3 cm (Abb. 1. 18); Unverziertes Armringfragment aus Bronze; 6 St. Tonstempel, L. 4,1; 2,5; 2,1; 2,3; 1,8; 2,4 cm (Abb. 1. 9-14); ein unverzierter, ein gerippter, und ein mit eingekerbten konzentrischen Kreisen verzierter Spinnwirtel aus Ton, Dm. 2,2; 2,4; 3,3 cm (Abb. 1.17, 20-21). - Juhász 1976, 233. Abb. 1. Grab 12. Brandschüttungsgrab. Neben einer halb verbrannten Kalotte lagen

Next

/
Thumbnails
Contents