Folia archeologica 49-50.
Ádám Szabó: A pannóniai sphinx kultuszhoz
FOLIA ARCHAEOLOGICA XLIX-L. 2001-2002. BUDAPEST ZUR PAN NON ISCHEN SPHINX KULT Ádám SZABÓ I. Aus Savaria und seiner Umgebung sind jene zwei unverzierten, mittelgroßen Altäre aus Sandstein bekannt, die durch ihre ehemaligen Errichtet' seltenerweise 1 den herrlichen Sphingen beziehungsweise der Sphinx oder ergänzt auch den Sphinxen gewidmet wurden. Von der Widmung des Altarbruchstückes, veröffentlicht in die RIU - Nr. 30 2 (Abb. I), ist nur das Wort Sphinx erhaltengeblieben, was auch als Sphinxi ergänzt werden könnte. Als weitere Ergänzungsmöglichkeit kann auch angenommen werden, daß hier der Name gekürzt angegeben wird, so könnte die Widmung, im Kenntnis der des anderen Altars, auch Sphin [x(ibus) ] sein, nach der sich der Text mit einer näher nich deutbare Buchstabengruppe - METILI - fortsetzt. Letzterer kann ein Teil des Namens des Errichters sein — wahrscheinlich Metili [a?] . Auf dem anderen Altarfragment, veröffentlicht in die RIU - Nr. 104. : i (Abb. 1), ist der erhaltengebliebene Textteil etwas größer. Die Widmung ist eindeutig lesbar: Sp(h)incibus / Augg(ustis) sac(rum). Wegen der Fragmentiertheit des Altars ist der Name des Stifters unsicher lesbar. Es kann als Domitia Victorina gelesen werden, bezeichnend eine weibliche Stifter bezeichnend. Die letzte Zeile des erhaltengebliebenen Inschriftsteiles bildet eine undeutbare Buchstabengruppe. Die nicht allzu häufige Buchstabenkombination EN oder FN bildet vielleicht den letzten Buchstaben eines gekürzten Wortes und den ersten des darauffolgenden. Eine volgende sehr fragmentarische Sphinx Altar, aus Aquincum 4 ist bekannt - CIL, III, 6460 (verschollen): -] Sphincfibus] / -] INAEI |- / -] D [-] / [-. Die bei der Widmung der Altäre vorgekommenen Variationen der Götterbenennungen können auch als Folge des unterschiedlichen Wortgebrauchs auftreten, wofür im Falle der Sphinx mehrere Beispiele bekannt sind 5, aber mit einer Verschreibung muß auch gerechnet werden. Der Dedikation nach ist dei zweite Altai von Savaria und der Altar von Aquincum interessanter. Der Ausdruck Sp(h)incibus und Sphincfibus] könnte eine Göttergruppe mit unsicherer Mitgliederzahl bezeichnen, aber aus der gekürzten Schreibweise des darauffolgenden Elementes des Gottesnamens (RIU, 104) - Augg(ustis) - folgt, daß der verdoppelte Buchstabe G hier auf zwei göttliche Persöhnlichkeiten hindeutet 1'. Die drei Steindenkmäler sind eindeutig Altäre, und zwar aus religiösem Anlaß aufgestellte Votivaltäre. Als Datierung kann eine breitere Errichtungsperiode, 3. Jh. n. ' „Eine ähnliche Dedikation ist anderswoher nicht bekannt" - Tóth 1., 1998, 9. Siehe noch M. Malaise 1984, 1615-1691, auf dem besprochenen Gebiet erwähnt er keine Sphingen. '-' Siehe noch CIL, III, 10913 = RSS 43 weiters T. Buon. 1964, 274-275. : l Der Altar befindet sich im Lapidarium von Szombathely, seine näheren Fundumstellen sind unbekannt - siehe noch CIL, III, 10914 = RSS, 42 und T. Buocz ebenda 275. 1 Römer F. 1869, 60. - Alt-Ofen im Garten des Hauses nr. 726 - verschollen. 5 Siehe Herbig 1929, 1703-1704; LTL, 448. " Siehe H. Demisch 1977, 106 — Sphingenpaare, 231 - Die ägyptische Doppelsphinx.