Folia archeologica 49-50.
Melinda Torbágyi: Két kelta éremkincslelet a Magyar Nemzeti Múzeumból (Velem-Szentvid és Ostffyasszonyfa)
158 MELINDA TORBÁC.YI rechnet werden darf. Es ist aber unwahrscheinlich seine Prägung früher als diese Zeit zu datieren. Er hat keine direkte Verbindung mit dem seinen typologischen Vorgänger betrachteten Kroisbacher Typ. Sie kommen nicht in gemeinsamen Schatzfunden zusammen vor, obwohl ihre Verbreitungsgebiet ganz nahe zueinander liegt. Es gibt dazwischen keine Uberprägungen und keine Stempelverbindungen. Zwischen ihren Durchschnittgewicht gibt es grossen Unterschied, das Gewicht des Kroisbachers ist wohl über 12 g. Das auf einem grossen Material beruhende, mit grossem technischen Wissen untersuchte System von Göbl envies sich im Gesamtheit als richtig und wohl verwendbar im Hinsicht der relativen Chronologie der einzelnen Münzgruppen. Hingegen muss man seine absolute Chronologie - so sehr sie nachstrebenswert scheint — vorsichtig behandeln, besonders da er auch nicht gesagt hatte, dass sie als endgültig betrachtet werden darf 4 9 (oder dass sie in jedem Detail unbedingt sicher ist). Die neuen Münzfunde Ende des 20. Jahrhunderts, besonders die Münzschätze legten zahlreiche Neuigkeiten legte sogar Überraschungen frei, die nicht nur die Chronologie der Münzprägung in Noricum grundlegend ändern, sondern sie in vielen Fragen, z. B. bei der Bestimmung der Prägeplätze neues Bild gestalten. 5 0 Eine weitere Frage ist, was der Grund der Ausgabe der Tetradrachmen von Velemer Typ war. Im Hintergrund der antiken Geldausgaben stehen gewöhnlich viel eher politische Gründen, wie der Bedarf der Staatkasse als wirtschaftliches Bedürfnis, noch auch in dem Falle der Römischen Republik. 5 1 Es scheint höchstwahrscheinlich in dem Falle der keltischen Grossilber zu sein, die offensichtlich nicht für die Ansprüche des alltäglichen Münzverkehrs ausgegeben wurden. Es ist nicht zufällig, dass sich die Grossilber meistens in Schatzfunden, noch dazu in kaum benütztem Zustand befinden. Die Tetradrachmen kommen selten als Einzelfund, besonders in Siedlungsmaterial vor. In dem Fall von Pannónia ist es schwer wohl datierbare Ereignisse zu finden, als bei der südlich von Alpen lebenden Völker, deren Geschichte durch ihre Verbindung mit Rom besser bekannt ist. Die Velemer Münzen könnten in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. geprägt werden, aber es ist ein ziemlich breiter Zeitraum für eine nicht zu intensive Münzprägung. Es könnte ein Grund für die Münzausgabe die Ankunft der Boier an der Donau sein, wenn wir akzeptieren, dass diese Ereigniss am Anfang 4i l Göbls absolute Chronologie wurde anfangs von zahlreichen Forscher akzeptiert und als Anhaltspunk zur Datierung verwendet, wie z. 15. von mir in meinem Artikel über der keltischen Münzprägung im Gebiet Ungarns. NZ 104-105. 1997. 7-17. 51 1 Dembski 1999. 628-630. 5 1 Crawford, M. H. Roman Republican Coinage. Vol. II. Cambridge, 1974. 633 ff. untersuchte die Zusammenhang zwischen der Bedürfnisse der Staatkasse und der Grösse der verschiedenen Geldemissionen. Carradice, I. - Price, M. Coinage in the Greek World. London, 1988. 52-54. 4 8 Die Gewichtsangaben stammen aus dem Katalog in TKN. ,! l Göbls absolute Chronologie wurde anfangs von zahlreichen Forscher akzeptiert und als Anhaltspunk zur Datierung verwendet, wie z. B. von mir in meinem Artikel über der keltischen Münzprägung im Gebiet Ungarns. NZ 104-105. 1997. 7-17. r>» Dembski 1999. 628-630. 5 1 Crawford, M. H. Roman Republican Coinage. Vol. II. Cambridge, 1974. 633 ff. untersuchte die Zusammenhang zwischen der Bedürfnisse der Staatkasse und der Grösse der verschiedenen Geldemissionen. Carradice, I. - Price, M. Coinage in the Greek World. London, 1988. 52—54. 5 2 Es gibt werschiedene Theorien in der Forschung. Manche historische und archäologische Angaben unterstüzen die frühere Wanderung aus Italien, andere weisen auf eine spätere Zeit aus Böhmen hin. Die Diskussionen kamen noch nicht zu einem Ruhepunkt. Peyre, Ch. La Cisalpine Gauloise du lile au 1er siècle avant J.C. Paris, 1979. 51-52., Benadik, B. Zur Frage von Chronologischen