Folia archeologica 49-50.
Melinda Torbágyi: Két kelta éremkincslelet a Magyar Nemzeti Múzeumból (Velem-Szentvid és Ostffyasszonyfa)
ZWKl KELTISCHEN MÜNZSC .HATZFUNDE 153 Das Gewicht der Münzen zeigt eine bedeutende Streung zwischen 10.62 g und 8.01 g." Man kann leider nur mit dem Durchschnittgewicht rechnen, denn das Gewicht des Einzelstückes in dem grossen Fund von Güttenbach nielli gegeben ist. Wir kennen nur das Durchschnittgewicht der von Barb festgestellten Stempelpaaren, weiterhin das Gewichtsbereich, innerhalb dem die Gewichte bewegen. So in den früheren als auch in den späteren Gruppen befinden sich schwerere und leichtere Exemplare, zwischen denen kein charakteristischer Unterschied sich zeigt. Das Durchschnittgewicht der Velemer Münzen ist 9.75 g. Die Münzen von Velemer Typ sind in einem wohl begrenzten Gebiet im Komitat Vas und im benachbarten Burgenland verbreitet. Neben den drei grossen Funden von Velemer Typ gibt es einige Einzelfunde aus Olad 1 2, aus Kisunyom 1 3, aus Könnend 1 4, aus Spielfeld 1 5, aus Müllendorf"' und aus Hartberg 1 7. (Abb. 2.) Die Verbreitung der Funde, weiterhin die zahlreichen Einzelfunde des Velemer Typs in Velem—Szentvid weist daraufhin, class die Prägeort der Münzen hier zu suchen ist. Velem-Szentvid war in der prähistorischen Zeit ein Zentrum mit bedeutendem Metallhandwerk 1 8 und auf diesem Grund ist die Betätigung einer Münzstätte wohl anzunehmen, obwohl es derzeit dafür kein direkter Beweiss ist. Der Velemer Typ gehört zum Kreis der Münzen mit sogenanntem Apollokopf , die vor allem auf die keltische Münzprägung in Noricum charakteristisch sind. Auf diese Beziehung wurde schon den ersten Münzschatzfund — Velem—Szentvid publizierende Ödön Göhl aufmerksam, obwohl er darauf hingewiesen hat, dass der Velemer Typ auch mit manchen ungarischen Keltenmünzen in Verwandschaft stellt. 1' 1 Er stellt also einen Ubergang zwischen der keltischen Münzprägung in Transdanubien und in Noricum dar. Im Gebiet der prähistorischen Siedlung von Velem—Szentvid Ausgrabungen geführter Kálmán Miske stellte die dort gefundenen Münzen mit der anderen vorgekommenen Münzen zusammen in die Zeit des spätlateinischen Oppidums. 2 0 In der Nahe des Fundorts des Münzschatzfundes von Ostffyasszonyfa befindet sich auch ein spätlateinisches Oppidum. 2 1 Die relative Chronologie des Velemer Typs wurde von dem die ostkeltische Münzprägung zuerst systematisch bearbeiteten Karl Pink festgestellt. 2 2 Er stufte den Velemer Typ auf Grund der typologischen Entwicklung — inhaltliche und stilistische Entfernung von den Vorbilder - und der Reduktion des Durchschnittgewichts in die vierte Schichte der ostkeltischen Münzprägung ein, deren Anfang um 70 v. Chr. festgestellt wurde. Zur Datierung der Velemer Münzen geben die Verbindungen mit der norischen Münzen - bzw. mit manchen Gruppen von denen - Hinweise. Die Münzprägung von Noricum wurde von Professor Göhl in 1973 basierend und weiterführend des Werkes von I'ink ausführlich bearbeitet.'-' 3 In diesem Buch und " Jede in obenem Katalog befindenden Exemplar ist in Betracht nehmen, nicht nur die Stücke der zwei Funde. 1 2 Göhl 2. 1 3 Paulsen 73. 1 4 Dembski nr. 1409. 1 5 Pink 74. Die Fundmünzen der römischen Zeit in Osterreich. Abt. t/2. Burgenland. (Bearbeitet von F. Dick) Wie, 1984. 82. Nr. 95. 1 7 Dembski, G. Die keltischen Fundmünzen Österreichs. NZ 87-88. 1972. 69. I S Miske I" Göhl 3. 21 1 Miske 102. 2 1 Károlyi 2 2 Pink 92. 94. 23 TKN