Folia archeologica 46.
Kemenczei Tibor: Késő bronzkori bronztárgyak Regölyről az Őskori Gyűjteményben
SPÄTBRONZEZEITLICHE BRONZEGEGENSTÄNDE VON REGÖLY IN DER PRÄHISTORISCHEN SAMMLUNG Im Jahre 1892 hat das Ungarische Nationalmuseum von Mór Wosinszky zehn Bronzeringe und drei Bruchstücke bekommen. Diese sind vermutlicherweise mit denjenigen Ringen identisch, welche im Toriboden am Fluß Kapos gefunden worden waren, und die dann Mór Wosinszky ankaufte (Abb. 1, 1-8, Abb. 2, 1-4).' 1894 kaufte das Ungarische Nationalmuseum ein Tüllenbeil (Abb. 2, 5), einen doppelgängigen Drahtarmring und einen Armring mit gebogenem Ende (Abb. 2, 7-8). 1902 gelangten durch Ankauf in den Besitz des Ungarischen Nationalmuseums mehrere Bronzegegenstände, die auf Grund ihrer gleichen Patina zu demselben Fund gehören können (Abb. 3, 1-34). 2 Neben diesen Stücken sind noch drei weitere Hortfunde aus der Spätbronzezeit von der Gemarkung der Gemeinde Regöly bekannt. 35 Analoge Stücke zu den Gegenständen des zweiten Hortfundes vom Jahre 1902, d.h. zu den Fibeln (Abb. 3, 1-2) 6" 1 2, Nadeln (Abb. 3, 3-4) 1 3" 1 7, Ringen (Abb. 3, 6-8, 11-13) 1 9" 2 4, zum Bruhstück eines Blecharmreifens (Abb. 3, 14) ° 6, zu den Bruchstücken von Speeren- bzw. Lanzenspitzen (Äbb. 3, 23-26) 2 7, Messerbruchstücken mit Griffplatte (Abb. 3, 27-28) 2 8, und zu den Blechröhrchen (Abb. 3, 29-34) 2i lsind in Transdanubien im Fundmaterial der Periode Hallstatt A zu finden. Der kleinen Gürtelschnalle (Abb. 3, 5) ähnliche Gegenstände befinden sich in Slowenien im Fundmaterial der Periode Ha B. 1 8 Vier von den Ringen des ersten Hortfundes von Regöly aus dem Jahre 1892 sind mit Tannenzweigmotiv verziert (Abb. 1. 2, 4, 8, Abb. 2, 4). Dieses Motiv ist ein charakteristisches Verzierungselement der Armreifen aud der Periode Ha B. 30 Die Patina dieser Ringe stimmt mit der der Gegenstände des im Gebiet zwischen Szárazd und Regöly 1901 zum Vorschein gekommenen Bronzefundmaterials überein, d.h. sie können vom gleichen Fundort stammen. 3 1 Als man den Torfboden des einst sumpfigen Feldes entlang des Flusses Kapos zwischen diesen zwei Gemeinden beackerte, kamen Anfang der 1890" Jahre mehrere spätbronzezeitliche Bronzegegenstände, keltische Schucksachen aus Bronze, Silber und Gold zum Vorschein. 32-3 3 Diese konnten einst zu sakralen Zwecken in den Summpf versenkt worden sein. Die bei der Gemeinde Regöly, in der Erdburg beim Zusammenfluß der Flüsse Kapos und Koppány durchgeführten Ausgrabungen in den Jahren 1950 und 1970 brachten spätbronzezeitliche und keltische Siedlungsreste, Keramikfunde zum Vorschein. 3 Die Lage der Erdburg ermöglichte, den Weg, der durch das Tal des Flusses Kapos führte, zu kontrollieren, den Weg, entlang dessen bisher insgesamt 11 Hortfunde aus der Spätbronzezeit zum Vorschein kamen (Abb. 4) 3 7 Die Funde aus dem Torfboden entlang des Flusses Kapos zeigen den Ort der Opferdienste der spätbronzezeitlichen, keltischen Bevölkerung des Gebietes. Tibor Kemenczei