Folia archeologica 45.

István Vörös: Építési kutyaáldozat Jászdózsáról

ZI:M ÜBERGANG VON DER BRONZEZE . IT 115 Rasiermesser vom Typ Herrnbaumgarten (Abb. 19, 2) wurden in der Mehr­heit der Grabfunde aus der Mitteldonau-Urnenfelderkultur nur begleitet von sol­chen Bronzegegenständen gefunden, die für das Metallhandwerk der zweiten Phase der Jung- und der Späturnenfelderzeit charakteristisch sind. Solche sind die klein­köpftgen Vasenkopfnadeln (St. Andrä Grab 30, Jánosháza: Abb. 20, 8), das Griff­dornmesser mit Zwischenstück, das Trensenmundstück (Salzburg-Maxglan Grab 310), und der halbrunde Plattenkopf mit Rückenöse (Obereching Grab 74). 7 6 Aus den Depotfunden IV-V vom Sághegy können wir schlußfolgern, daß der aus kleinen Ringen bestehende Schmuck, die Kleiderverzierung, sich in Transda­nubien seit der Jungurnenzeit verbreitet hat. Die Grabfunde von Csönge (Abb. 19, 12) und Somló 7 7 beweisen, daß man solche kleinen Ringe zusammen mit Na­deln und Armringen - als Schmuckgarnitur - mit der Asche der Verstorbenen bestattete. Für diesen Bestattungsbrauch finden sich im Gebiet Mitteleuropas Bei­spiele aus der Jungurnenfelderzeit (Obereching Grab 4, 5, 53, Uberackern Grab 21 ), 7 K aus der Späturnenfelderzeit (Stillfried Grab 26, 45) und aus der frühen Hallstattzeit (Maiersch). 7 9 Die veröffentlichte Keramik und Bronzegegenstände beweisen gleichermaßen, daß die 1934 in Csönge freigelegten Urnengräber aus der Jung- und Späturnenfel­derzeit stammen. Aus dem Südteil der freigelegten Grabgruppe, d. Ii. den Gräbern 1-8, kamen Urnen zum Vorschein, denen Funde aus den Urnenfeldern der nord­burgenländischen und niederösterreichischen Späturnenfelderkultur am meisten ähneln. Im anderen Teil der Gräber von Csönge fand sich Keramik, die der ähnelt, die man seit der Jungurnenfelderzeit in die Gräber legte. Aus der Zeit des Beginns der jüngeren Phase der Mitteldonau-Urnenfelder­kultur in NW-Transdanubien stammen die Urnengräber am Südabhang des Ság­hegy. Dies beweisen die dort gefundenen Posamenterie- und Blattbügelfibeln. " Die jüngsten Exemplare solcher Fibeln finden sich in denjenigen Depotfunden des Karpatenbeckens, die als zeitgleich mit den Funden der mitteleuropäischen Hallstatt-Periode Bj bestimmt wurden. 8 1 Die Depotfunde vom Sághegy mögen später als diese, aber noch zur Zeit der Jungurnenfelderzeit in die Erde gelangt sein. Aufgrund der Vasenkopfnadeln und des einschneidiges Halbmondrasier­messers begannen zu dieser Zeit die Bestattungen im Urnenfeld von Csönge. Danach stellten eine bedeutendere Veränderung im Töpfer- und Metallhandwerk der Mitteldonau-Urnenfelderkultur einerseits die Übernahme des Zaumzeugs vom Ostkapratentyp und andererseits die Herstellung der an den Keramikstil der Hallstatt-Kultur erinnernden graphitverzierten Urnen und Schalen dar. Unter den Funden von Csönge gibt es solche Gegenstände nicht. Die Ähnlichkeit der Still­frieder Urnen aus den Gräbern, die auch Zaumzeug enthalten, und einzelner Urnen von Csönge beweist jedoch, daß diese Bestattungen bereits in der Spätur­nenfelderzeit geschahen. Das Fehlen der mit Graphitmalerei verzierten Urnen im Urnenfeld von Csönge bezeugt dagegen, daß kein einziges der dortigen Gräber aus der Übergangsperiode zur HalYstatt-Kultur stammt. Die Depots vom Sághegy und die Grabfunde von Csönge können in keines der Systeme genau eingepaßt werden, die zur Zeibestimmung der Funde der Ur­nenfelderkultur ausgearbeitet wurden. Legt man die meistverwendete Chronolo­gie zugrunde, dann kann die Zeit dieser Funde, also die zweite Phase der Jung­7 6 Höglinger 1993, Taf. 8, 5; Eibner 1974, Taf. 31 ; Moosleitner 1996, 318, Abb. 4, 3-6; Höglinger 1993, Taf. 35, 5-6 7 7 Patek 1968, Taf. 71 7 8 Höglinger 1993, Taf. 3, 1-8, Taf. 25, 4; Erbach 1985, Taf. 10 7 9 Kaus 1984, Taf. 25, Taf. 44; Berg 1962, Taf. 2, 8, Taf. 4, 6 8 0 Kőszegi 1988, 30 8 1 Bader 1983, 30

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