Folia archeologica 43.

Viola T. Dobosi - István Vörös: A Kiskevély barlang revíziója

VOLLGRIFFSCHWERTER VON HAJDÚSÁMSON - APA-TYP 63 der angewendet, das Erscheinen von anderen kann zwischen enge Zeitgrenzen ein­gedrängt werden, bei anderen ist wiederum ihre Häufigkeit in gewissen „Zeitzonen" different. In Ermangelung begründeter, einer Statistik gleichkommender Analyse kann die Verzierung zur feineren Datierung im erörterten Themenkreis nur mit ge­wisser Vorbehaltung benutzt werden. Im Zeichen des Gesagten können wir von den oben erwähnten Analogien der Verzierung des Schwertes von Dunavecse die folgen­den mit „zeitbestimmendem" Wert betrachten: a. die rosettenartige leere Ober­fläche des Knaufes. Ähnliche können wir auf dem Schwert von Téglás (Abb. 3,4) und auf der einen Axt des Hortfundes von Szeghalom sehen; 3 7 b. den Punktkreis um die Niete, die in derselben oder ähnlicher Form nicht nur auf dem Schwert des Hortfun­des von Apa (2.) (Abb. 4,3) und des Hortfundes von Téglás (Abb. 3,4), 3 8 sondern auch auf den den jüngeren Abschnitt der Otoman-(Ottomány-), Füzesabony- und Maros-Kultur vertretenden Gefäßen erscheinen. 3 9 Diese, sowie die Charakteristika der Form bzw. der Konstruktion weisen da­rauf hin, daß das Schwert von Dunavecse zu den jüngsten Produkten der Metallkunst von Hajdúsámson-Apa gehört. Seine Herstellung kann „auf die Ubergangszeit" der Koszider-Metallkunst in ihrer Entwicklung gesetzt werden. Das „Weiterleben" sei­nes einen individuellen Charakter zeigenden Musterelements, der aus geschrafften Dreiecken bestehenden doppelten Linie können wir in der oberen Theißgegend - in etwas abweichender Variation — auf dem einen Schwert von Sárközújlak (Livada) und einem anderen von Zajta beobachten. 4 0 Das auf dem Zentralteil der Griffplatte sichtbare, halbbogenförmige Motiv ist ein ziemlich fremdes Element in der Metall­kunst des östlichen Karpatenbeckens. Ein nur etwas ähnliches, aus mit Punktreihe umgebenen Linienbünaeln bestehendes Muster kann auf dem ähnlichen Teil des Schwertes von Apa 2 (Abb. 4,3) vorgefunden werden. Wir halten es nicht für aus­geschlossen - so wie dies auch von der erwähnten Verzierung des Schwertes von Apa 2 vorausgesetzt werden kann, 4 1 daß die zur Rede stehende Musterkombination des Exemplars von Dunavecse als irgendein Vorbild zur charakteristischen Verzierung der Griffplatte der Schwerter von Sauerbrunn-Boiu-Typ gedient haben dürfte. 4 2 Unsere Fundortskarte (Abb. 6) zeigt gut an, daß mit dem Vorkommen des mit dem Exemplar von Dunavecse mehr oder weniger als gleichaltrig zu betrachtenden Schwertes von Fajsz sich das Verbreitungsgebiet der Schwerter von Hajdúsámson­Typ innerhalb des Karpatenbeckens wesentlich erweitert hat. Die goldene Armspi­rale von Bellye (Bilje) und von Dunavecse, 4 4 die bronzene Nackenkammaxt von 5 7 Vgl. Anm. 8. 3 8 Dasselbe kann auch auf dem unter Anm. 6 ausführlich erörterten Schwert von Nagyvárad (Oradea) ge­funden werden. 3 9 Vgl. Kovács 1991. Anm. 8. 4 0 Mozsolics 1967, Abb. 18, Taf. 66:4. 4 1 Zur Ursprungsfrage der Schwerter von Sauerbrunn-Boiu-Typ s. Hansel 1968, 38-39 4 2 Genauer handelt es sich hier darum, daß die auf mehreren Exemplaren der Schwerter von Sauerbrunn­Boiu-Typ (Kemenczei 1988, Taf. 12:149-150, 13:154, 156, 158, 14:159) sichtbaren, aus bogenförmigen Linienbündelverzierungen bestehenden Musterelemente in unserem Gebiet nur auf den zwei erwähnten früheren Schwertern angetroffen werden können. Obwohl wir diese Frage an einer anderen Stellen aus­führlicher besprechen möchten, halten wir betreffs des Entstehungsgebietes der zur Rede stehenden Schwerter die Ansicht jener Forscher für wahrscheinlicher, die dieses Gebiet im Karpatenbecken suchen (vgl. Hansel 1968, 35-39; Kemenczei 1988, 39-42). 4 3 Mozsolics 1951. 4 4 Kovács 1977, 104, Taf. 28; Kovács 1991.-

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