Folia archeologica 42.
Tóth Endre: Későrómai ezüstkanál Bajnáról
132 ATTILA KISS Stein); 7 0 Kunágota — Hängeöse eines Schwertes (grüner Stein); 7 1 Kiskőrös—Vágóhíd, Grab V (roter Stein); 7" Kiskőrös—Vágóhíd, Grab VIII (roter Stein); 7 3 Ráckeve — Ohrgehänge (blauer Stein) ; 7 4 Tótipuszta — Ringkopf (roter Stein). 7 5 Diese Funde sind entweder früh- oder mittelawarenzeitlich, also ihre Datierung deckt zum Teil die der früheren Elemente. Aufgrund des Ohrgehängepaares kann das frühawarenzeitliche Grab von Mezőberény gleicherweise auch ein Männer- oder ein Frauengrab sein.' 6 IIb. Gürtelbeschläge (Abb. 3: 3—4) Der unverzierte Gürtelbeschlag von umgekehrter Wappenform und der Hakenbeschlag von selbem Körper mit umgekehrtem, T-förmigem Haken „gehören zu den charakteristischen Gürtelausstattungen der Awarenzeit", wie darauf schon N. Fettich die Aufmerksamkeit gelenkt hat.' ' Die allernächsten Analogien der glatten, unverzierten Gürtelbeschläge und der Haken stammen — meines Wissens — noch immer bis zum heutigen Tag aus dem awarenzeitlichen Gräberfeld von Keszthely—Dobogó. 7 8 (Die verschiedenen, einfacheren und verzierten Varianten der Haken mit kürzerem oder längerem Hals, sowie der Hakenbeschläge gehören — auch unseren heutigen Kenntnissen nach — zu den charakteristischen Funden der Frühawarenzeit.) Aufgrund der Gürtelbeschläge dürfte der Tote im Grabe ein Mann gewesen sein. IIc. Vier, mit Perlendraht verzierte Goldbleche (Abb. 3: 5—8.) Auf die wahrscheinliche Funktion der, aufgrund der auf den Gegenständen sichtbaren Löcher auf irgendwelchen organischen Stoff applizierten Gegenstände richtete 1980 J. Werner die Aufmerksamkeit. Demnach wären die vier kleinen Beschläge „Goldbesatz eines Schwertgriffes" 7 4. Da die goldenen Beschläge des von j. Werner angeführten Hornschwertgriffes, von Cumberland 8 0 (mit Beschlägen auf dem Griff aus „Horn" (Abb. 4) den Goldbeschlägen von Mezőberény sehr ähneln, kann leicht vorgestellt werden, daß auch im Fund von Mezőberény die Goldplättchen auf dem Griff eines Schwertes waren. Was die Datierung der mit Perlendrahtauflagen verzierten Goldbleche des Fundes anbelangt, darauf können wir aus der Untersuchung der Elemente der Auflagen schließen. Auf den Blechen lassen sich dreierlei Muster auseinanderhalten: a) die zwei, auf dem fischförmigen Beschlag stilisierten Schuppenmuster, b) das auf den dreieck- und rechteckförmigen Blechen liegende S-förmige Spiralmuster, 7 0 Barkóczi 1968. 270., Taf. LVII: 3. 7 1 Hampel 1905. II. 339-340., III. 260: 9-10. 7 2 László 1955. 27., Taf. IV: 16. 7 3 László 1955. 27-30., Taf. VI: 20-22., 23-25. 7* Hampel 1905. II. 387-388., III. 281: 1. 7 5 Hampel 1905. II. 349-351., III. 266: 8. 7 6 Bona 1980. 39. 7 7 Fettich 1953.48/151. 7 8 Hampel 1905. II. 200-201., III. 163: 13., 14. 7 9 Werner 1980. 4., Anm. 11. 8 0 Smith 1923. 92., Taf. VII.