Folia archeologica 42.

Tóth Endre: Későrómai ezüstkanál Bajnáról

DILEMMA VON MEZŐBERÉNY (I8S4) 127 5. DIE UNTERSUCHUNG Infolge der kargen und widerspruchsvollen Befunde müssen wir jedenfallls aus dem Fundmaterial ausgehen. Aus Tabelle 1., die die Funde je nach den Verkäufern gruppiert, geht hervor, daß die in zwei Spalten nebeneinander aufgezählten, gleichen Funde den Beweis dafür bringen, daß die zwei Fundmaterialien dieselbe Einheit be­deuten, da sich die „Fundpaare" gegenseitig ergänzen. Es ist aber eine andere Frage, ob das komplette Fundmaterial tatsächlich aus einem Grabe stammen würde, wie dies Pulszky (1897), Fettich (1953) und Bona (1979) vermutet haben, oder aus zwei Gräbern — aus zwei verschiedenen Punkten der Dorfflur — wie dies von Pulszky (1884) in seinem unmittelbar nach der Erschließung der Funde verfaßten Vorbericht niedergeschrieben wurde. Hingegen machten die von Ádám Pilez, Bewohner von Mezőberény (Kaufmann und Antiquitätensammler) 3 7 und dem Juwelier Lajos Barts völlig durcheinandergemischten Funde zwei Gräber wahrscheinlicher, die sich in ein und demselben Fundort befunden haben. Tabelle 1. Verteilung der Funde von Mezőberény (1884) den Verkäfern nach gruppiert MNM Inv.-Nr. Adám Pilez, Kaufmann aus Mezőberény Lajos Barts Juwelier MNM Inv.-Nr. 43/1884.1-2. goldenes Ohrgehängepaar 43/1884.3. goldene „Zikaden"fibel 43/1884.4. Pinzette 43/1884.5. Keramik 94/1885. goldene Schuhschnalle goldener Armring 44/1884. 1. 52/1887.1. fischförmiges, mit Per­goldene Schuhschnalle 44/1884.2. lendraht verziertes drei, mit Perlendraht 44/1884.4—6. Goldbelch verzierte Goldbleche 52/1887.2. schildförmiger, goldener goldener Hakenbeschlag 44/1884.3. Gürtelbeschlag goldener Hakenbeschlag Die Rolle des Juweliers Lajos Barts ist klar: der Finder war nicht er, sondern vermittelte und verkaufte bloß den insgesamt 84,16 g schweren Goldfund. Von Ádám Pilez, Bewohner von Mezőberény kann man nicht wissen, ob er tatsächlich der Finder gewesen wäre, jedoch war er derjenige, der dem Ungarischen National­museum zwischen 1884 und 1887 einen 62,49 g schweren Goldfund, sowie eine Pin­zette und Keramik verkaufte. Dies spricht eher dafür, daß der eine Finder gewesen sein konnte, oder eine solche Person, die zumindest an Ort und Stelle war. Die ganze Situation macht den Eindruck, als hätten die Finder die zum Vorschein gekommenen Goldfunde — wahrscheinlich ohne Apothekerwaage — unter sich aufgeteilt und der eine verkaufte unmittelbar, der andere durch einen Vermittler (durch den Juwelier) die Gegenstände dem Museum, obwohl auch nicht ausgeschlossen ist, daß beide Ver­3 7 Freundliche Mitteilung von D. Jankovich.

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