Folia archeologica 42.
Tóth Endre: Későrómai ezüstkanál Bajnáról
122 ATTILA KISS Goldener Hakenbeschlag (Abb. 3:4) Unverzierter Beschlag von umgekehrter Wappenform mit T-förmigem Haken, die Ränder sind ca. 1,5 mm nach unten eingebogen. Auf dem Rücken sitzt unten und oben je ein goldener Niet mit glattgehämmertem Ende. L: 2,7 cm, Br: 1,3 cm, Gewicht: 4,71 g. Mit Perlendraht verziertes Goldblech (Abb. 3:5) Goldblech von gleichschenkeligem Dreieck mit Perlendrahtverzierung. Die Ränder des dreieckigen Bleches von gleicher Länge werden an der Kante von einem Perlendraht abgeschlossen. Die Oberfläche ist durch zwei geraden Perlendrähten in drei Streifen geteilt. In allen drei Streifen sitzen von der Spitze des Dreickes sich erweiternd aus Periendraht gebogene S-Formen mit spiralförmig eingedrehtem Ende. Zwischen ihnen befindet sich ein mit Perlendraht umrahmtes Nietkopfmuster. An der Spitze des Dreiecks ist der Durchbruch mit Perlendraht umrahmt. Die kurze Seite des Dreiecks ist beschädigt: gerade abgeschnitten und infolgedessen hat sich z.B. der Randdraht deformierte. Inv.-Nr.MNM 44/1884.4. L: 4,2 cm, Br: 2,1 cm, Gewicht: 6,5 g. Mit Perlendraht verziertes Goldblech (Abb. 3:7) Fischförmiger Goldbeschlag mit Perlendrahtmuster. Von einem Perlendraht umrahmt, an der Oberfläche aus unregelmäßigen Perlendrahtstücken erzeugtes Schuppenmuster. An beiden Enden befindet sich je ein Durchbruch/Loch von Perlendraht umrahmt. Inv.-Nr.MNM 44/1884.6. L: 4,1 cm, Br: 1,0 cm, Gewicht: 2,35 g. Mit Perlendraht verziertes Goldblech (Abb. 3:6) Fischförmiger Beschlag, Verzierung wie bei dem vorangehenden Stück. Inv.Nr.MNM 52/1887.1. L: 4,1 cm, Br: 1,1 cm, Gewicht: 2,06 g. Mit Perlendraht verziertes Goldblech (Abb. 3:8) Rechteckförmiges Goldblech, mit Perlendraht umrahmt. Ein ähnlicher Draht teilt die Oberfläche in der Länge in zwei Teile: in ein schmales und ein dreiviertelbreites Feld. Im schmalen Streifen befinden sich 22, mit Perlendraht umrahmte Nietkopfmuster, im breitren Feld 5 liegende, aus Perlendraht geformte S-förmige Muster. Innerhalb des an den längeren Seiten vorhandenen, umrahmenden Drahtes läuft parallel zu diesem ein um seine Achse gedrehter Draht von viereckigem Querschnitt entlang. An beiden Enden des rechteckförmigen Feldes wird je ein Durchbruch von einem Perlendraht umrahmt. Inv.-Nr.MNM 44/1884,5. L: 4,2 cm, Br: 0,9 cm, Gewicht: 3,7 cm. 3. FORSCHUNGSGESCHICHTE Die Gegenstände des „Fundkomplexes" von Mezőberény kamen zwischen 1884 und 1887 in vier Fällen in die Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums (MNM); zuerst im Frühjahr 1884. 4 Den Verkäufern nach wurden die Gegenstände im Frühjahr 1884 in zwei verschiedenen Flurteilen des Dorfes zutage gefördert, in 4 Pulszky 1885. 100.