Folia archeologica 41.

Biró-Sey Katalin: Borsod megyei római éremleletek és szórványok

RÖMISCHE MÜNZSCHATZFUNDE UND MÜNZSTREUFUNDE AUS DEM KOMITAT BORSOD Das Herman Ottó-Museum zu Miskolc übergab dem Münzkabinett des Ungarischen Nationalmuseums mit Fundort bezeichnete Münzen aus dem Komitat Borsod. Über das Vorkommen dieser Münzen berichtete Andor Leszih auf den Spalten der Zeitschrift Numizmatikai Közlöny. 1­3 Der Katalog enthält in alphabetischer Reihenfolge der Fundorte die bestimm­ten Münzen. Unter diesen befindet sich ein Denarfund, der in Miskolc zwischen der Bessenyei- und der Vásárhelyi-StraBe zum Vorschein gekommen ist (Kat. 10—104). Der Fund beginnt mit der Prägung des Vespasianus und schließt mit dem Denar des Septimius Severus aus dem Jahre 193. Die Zusammensetzung des Fundes gleicht der der in der Provinz Pannónia zutage geförderten Schatz­funde. Die Verbergung des Fundes kann mit der gotischen Wanderung des ausgehenden 2. Jh. in Verbindung gebracht werden, die auch im Karpaten­becken Volksbewegungen hervorgerufen hat. Dies beweisen auch die übrigen Münzfunde: Elek, 1 2 Tiszaföldvár-Ókincsemhegy, 1 3 Mende, 1 4 und der Fund von Miskolc. Vermutlich ist noch ein Münzfund unter den Streufunden verbogen und zwar aus dem Fundort von Szirma Fáskert (Kat. 123—152). Der Kern des Fundes stammt aus der Zeit des Gallienus und des Aurelianus. Die früheren und späteren geprägten Münzen (Kat. 123—124 und Kat. 140—152) sind vielmehr als Streu­funde zu betrachten. Die Münzschatzfunde und Münzstreufunde aus dem Komitat Borsod weisen darauf hin, daß wir vom 2. Jh. an in diesem Gebiet vor allem von der Herrschaft des Antoninus Pius ganz bis zur Zeit der Constantinus-Dynastie mit einem „regelmäßigen" intensiven Münzumlauf rechnen können. Es ist aber keine Spur von dem Münzumlauf, der zur Zeit des Valentinianus in der Provinz wahrgenommen werden kann. Die letzte Prägung ist von Constantius II., die die Legende Ae 3 Fei temp reparatio mit Reiterfigur zeigt (Kat. 116). Katalin Bíró-Sey

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