Folia archeologica 40.
Andrea H. Vaday: Szarmata aranyleletes férfisír Dunaharasztiból
FOLIA ARCIIAEOLOGICA XL. 1989. BUDAPEST ÜBER DAS AW A REN ZEIT L ICH E GO LD EN E AGRAFFENPAAR VON DUNAPATAJ Éva GARAM Am 13. August 1870 wurde im Invertarbuch der Altertumssammlung des UngNatMus unter der Postennummer 183 folgendes eingetragen: „Viereckiges, goldenes Spangenpaar, an dessen Seite mit Treibarbeit männliche und weibliche Köpfe sich abwechselnd zu sehen sind, jedoch die in die Mitte der beiden Spangenteile eingefaßten Steine fehlen." Bei der Inventarisierung blieb im Inventarbuch die Rubrik: „gefunden" leer. Von dem Spangenpaar — das „angeblich in Duna-Pataj gefunden wurde" — schrieb Römer schon 1870 und erwähnte, daß die nähere Stelle und Zeit nicht bestimmt sind. Seiner Meinung nach dürfte das Spangenpaar „irgendeine Gewand- oder Mantelspange gewesen sein, in ihrer Mitte war ein Stein oder eine Reliquie." 1 Vom Spangenpaar berichtete Hampel auch öfters und brachte auch ihre Abbildung. 2 Mit dem Agraffenpaar von Dunapataj befaßte sich T. Horváth im Laufe der Analyse der ovalen Schachtelagraffen von Üllci. Horváth sucht den Erzeuger des Agraffenpaares in der Person „eines im Kreise der byzantinischen Goldschmiedekunst qualifizierten Meisters",der die Stücke „in einem den Awaren entsprechenden Geschmack, erschaffen hat". Er setzt die Erzeugungszeit der Agraffen auf das 8. Jh. 3 Im Führer der Archäologischen Ausstellung des UngNatMus veröffentlicht Fettich 1938 die Agraffen und ergänzt sie in der Mitte mit den ursprünglich fehlenden Steineinlagen. ' Dieses Bild wird von Gy. László 1967 vorgeführt, der die Aufmerksamkeit auf die nötige Untersuchung der Verbindung zwischen dem Agraffenpaar und dem Schatz von Nagyszentmiklós gerichtet hat. 5 Die Zeichnung von Hampel wird von neuem von D. Dimitrijevic mitgeteilt, der sich mit der Agraffe von Dunapataj im Anschluß an die Gürtelgarnitur mit dem „Kaiserponträt" in Zemun Polje befaßt hat. Das mit Menschenkopf verzierte Agraffenpaar setzt Dimitrijevic in den Kreis der spätlangobardischen und fränkischen Goldschmiedekunst, also sucht die Wurzeln der Darstellung nicht im Bereich der früh1 Rómer 1870, 306-308. 2 Hampel 1894, 36.; Hampel 1905, I. 66. II. 389-390. III. Taf. 282. 3 Horváth 1935, 61-62. Taf. XLVIII. 1 Fetticb 1938, 151. Abb. 163. 5 László 1967, 151.