Folia archeologica 40.

Endre Tóth: Újabb Silvanus-gyűrük Pannoniából (a pannóniai Silvanus-kultuszhoz)

134 ANDREA H. VADAY verzierte Goldblech in der ganzen Länge der Klinge bis zum Ende reicht. 19 Auf dem Dolchfragment von Dónát kann eine blasse, der Spitze zu abgerundete, in die Richtung des Knaufes etwas sich verbreiternde, gerade Spur wahrgenommen werden, auf diese Spurlinie lassen sich auch die zwei ähnlich großen Goldble­chfragmente anfügen, ja als Knauf belag des Dolches können auch die zwei glatten, halbkreisförmigen Goldblechfragmente vorgestellt werden. Da aber im sarmatischen, östlichen Denkmalmaterial uns keine Parallelen bekannt sind, kann ich hier nur auf die möglichen Rekonstruktionen verweisen. Sowohl bei den Blechen von Dónát, wie von Dunaharaszti unterliegt es keinem Zweifel, daß sie nicht im Karpatenbecken entstanden, sondern aus dem Osten nach dem Alföld gelangt sind. Die klassische Rankenverzierung des Fundes von Dónát ist in der hellenistischen Goldschmiedekunst und Ornamentik ganz allge­mein und der Musterschatz kam von dort zu den Barbaren. Bei dem Fund von Dunaharaszti erscheint im Karpatenbecken zuerst der sog. sarmatische Tierstil. Die berandete Ohren- und Augenausbildung in Abb. I, 1 und Abb. I, 5 kommt unter den polychrom verzierten sarmatischen Gegenständen häufig vor, wo sowohl die angelötete, zellige, wie auch aus dem Grund hergestellte, zellige Lö­sung bekannt sind. Auf mehreren Gegenständen des 1. |h. v. u. Z. — 2. Jh. u. Z. kann diese Lösung in Südrußland beobachtet werden, jedoch erscheint sie auch an zahlreichen, sibirischen Gegenständen von Tierstil in der Sammlung des Peters d. Gr. Sowohl die sibirische, als der sarmatische Tierstil können auf ge­meins amen Ursprung, auf die Goldschmiedeprodukte von Scythien und Klei­nasien zurückgeführt werden. Von den zahlreichen Beispielen verweise ich hier bloß auf die Bearbeitung von Zaszeckaja 2" im Zusammenhang mit den polychro­men Pantherdarstellungen. Schließlich müssen wir ausführicher auf das aus dünnen Golddrähten gelötete Zeichen des figuralverzierten Goldbleches der Abb. I, 5 eingehen. Dies ist das erste, eindeutig als Tamga interpretierbare Zeichen im Karpatenbecken. Unlängst faßte in diesem Themenkreis Dracsuk 2 1 seine Forschungsergebnisse über die römerzeitlichen Tamga von der Nordküste des Schwarzen Meeres zusammen, mit besonderer Hinsicht auf die königlichen Zeichen von Tamga-Typ, die uns von den sarmatischen und aus der Bosporusgegend stammenden Denkmälern bekannt sind. Er hielt drei Hauptgruppen auseinander: die Zeichen der nordpontischen Sarmatenstämme, die örtlichen, an die Sarmaten nicht knüpfbaren, aus dem Bos­porus bekannten Zeichen, sowie die nordpontischen und von den benachbarten Gegenden stammenden sonstigen Zeichen von Tamga-Typ. Das Zeichen von Dunaharaszti kann in die erste Gruppe gereiht werden. Dracsuk gibt eine weitrei­chende Aufzählung von den Gegenständen, auf welchen diese Zeichen von Tamga-Typ vorkommen. 2 2 Zu erwähnen ist das eingekerbte Zeichen einer Grabinschrift, deren Bedeutung man zu den unbestimmbaren reiht, jedoch der Form nach ein Pendant des Zeichens von Dunaharaszti bildet. 2 3 In seiner Klassifi­1 9 Akisev 1984, 82 — 91. Unter den Tiergestatlten erscheint auch der Wolf oder der Hund mit farbiger Ziersteineinlage 2 0 Zaszeckaja 1980 2 1 Dracsuk 1975 2 2 Dracsuk 1975, 53. 2 3 Dracsuk 1975, 55 und Taf. VI 365.

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