Folia archeologica 39.

Mihály Nagy: Egy monopodium-típusról. — Kísérlet az ún. pannóniai ókeresztény relikviaoltárok újraértelmezésére

ÜBER EINEN MONOPODIUMTYP 147 Abb. 15. Fragemntarische Monopodiumplatte aus Tác. Vorderansicht. 15. ábra Töredékes monopodium-lap Tácról. Elölnézet. Mehrere Merkmale der an die Mauer gebauten Monopodien können an einer Steinplatte aus Dunapentele (Abb. 25 —26), 4 7 an einer fragmentarischen Steinplatte aus Mainz (Abb. 13) 4 8 und an jener Steinplatte aus Carlisle 4 9 angetrof­fen werden, an der in der Mitte der Vorderplatte eine Aussparung in der Größe von einem Dreiviertelkreisbogen, ferner an der oberen Platte eine an Hercules dedizierte Inschrift zu sehen ist. 5 0 P. Gros lenkt mit Recht die Aufmerksamkeit auf die mit Venus in Verbin­dung bringbaren Beziehungen der Nischen, Apsiden 5 1, jedoch kommen diese 4 7 Erdélyi— Fülep 1954, 264 Nr. 288. Stand auf einem ursprünglich an die Mauer errichte­ten, massiven, gemauerten Sockel. Die Proportionen des Profils ähneln der Steinplatte des Aquincumer Museums des Historischen Museums der Stadt Budapest unter Inv.-Nr.: R 918 (Abb. 16—17) und den Profilen der britannischen Monopodien: Solley 1979, 172 Abb.3 x — y. Auch die halbkreisförmige Masse macht sie den britannischen Monopodien von ,,bow front" ­Typ ähnlich. Siehe: Solley 1979, 170 Abb. 1 Taf 7 b. An der Steinplatte sind zwei dreiviertel­und zwei halbkreisförmige Aussparungen zu finden. Die wichtigsten Maße der Steinplatte (Abb. 26) sind: Dm der Kreisbögen: 2x5 digiti, A: 12x5 digiti, B: 8x5 digiti. B:A = A : A + B,d. h. der Steinmetz folgte bei der Dimensionierung der Steinplatte der Regel des Goldschnit­tes. 4 8 Körber 1912, 15 Nr. 28. Die Maße und Proportionen der Steinplatte weichen nicht allzu stark von den durchschnittlichen Maßen der übrigen Monopodienplatten ab. Die obere Platte ist in einem profilierten Rahmen, an dessen Kante eine Weinrankenvezierung zu sehen ist. Die untere Platte ist nur grob bearbeitet. Die halbkreisförmige Aussparung führt hier nur eine Rankenverzierung, der Steinmetz hatte infolge des größeren Durchmessers die Möglichkeit die Oberfläche zu verzieren. Zum Profil der Steinplatte vgl.: Abb. 7—11.; 14 — 15.; 18 — 21. 4 9 RIB 314 — 315 Nr. 946. Die Proportionen sind denen der Monopodienplatte ähnlich. Zur Palmettenverzierung der Leiste der oberen Platte vgl. Abb. 4. zu dem daneben laufenden Schnurmotiv vgl. Anm. 44. 5 0 Die in die Tischplatte gekerbte Dedikationsinschrift: Haug—Sixt 1912—1914, Nr. 395 = CIL III 6528. 5 1 Gros 1967, 541. Von den in Anm. 15 aufgezählten, in der Mitte der Vorderplatte der mit Halb- bzw. dreiviertelkreisförmiger oder viereckiger Aussparung erzeugten Statuensockeln sind auf den folgenden die Statue von Aphrodite/Venus zu finden: de Kidder 1905, 65 — 66 Nr. 86 Fo:: Amrith, 27 Nr. 5 Syria; 44 Nr. 43 Saida; 80-81 Nr. 113 Yakhmour.; Babelon-Blancbet 1895, 107-108 Nr. 249 Syria.; de Nidder 1905, 41 Nr. 38 Amrith; Kaufmann- Heinimann 1977, 68 Nr. 69 Äugst (um 200 u. Z.: LAUR-BELART 1963, 5 Nr. 3).; de Kidder 1905, 91-92 Nr. 133.: Sieveking 1913, 63 Taf. 25, aus der Zeit des Claudius ?; Babelon-Blancbet 1895, 108-109 Nr. 250.; de Kidder 1905, 52-53 Nr. 61. 10*

Next

/
Thumbnails
Contents