Folia archeologica 39.
Mihály Nagy: Egy monopodium-típusról. — Kísérlet az ún. pannóniai ókeresztény relikviaoltárok újraértelmezésére
142 MIHÁLY NAGY Wasserdruck durch die Verengerung funktionsfähig bleibe, was deshalb nötig war, um hier den Anschluß des Rohrs und des Zapfens herstellen zu können. 3 1 Ein anderes Exemplar der dem oben erörterten Stück ähnlichen fragmentarischen Monopodiumplatte ist uns ebenfalls aus Dunapentele bekannt (Abb. 4 —5). 3 2 Das Kyma der Vorderseite beider Steinplatten und ihr Leistenrahmen gleichen einander, das Lotos-Palmettenband des recht- und linksseitigen Kymas der durchbohrten Steinplatte stimmt mit dem am oberen Teil der zweiten Steinplatte von Dunapentele sichtbaren linksseitigen Leistenrahmen überein. Dasselbe Lotos-Palmettenband finden wir auf einem auf die Mitte des 2. Jh. datierten 33, Grabstein aus Csákvár als Streifendekor über dem Inschriftfeld vor (Abb. 6). Ebenso wie bei den oben erwähnten zwei Stücke von Dunapentele treffen wir auch auf einem aus Óbuda stammenden Steinplattcnfragment eine dreiviertelkreisförmige Aussparung an (Abb. 7 — 9). In der rechten Vorderecke der Tischplatte ist eine Gammadiondarstellung zu sehen. 3 4 Zur Umrahmung der Vorderkante der Steinplatte können wir als Parallele aus dem 2. Jh.(?) 3 5 eine Monopodiumdarstellung auf einer Grablampe anführen (Abb. 18); 3 6 die Parallelen der Zirkelschlagrosette finden wir auf den britannischen Monopodiumplatten vor. 37 Das Motiv erscheint auf den Aquincumer Lichthäuschen, 3 8 die auf die zweite Hälfte des 2. — erste Hälfte des 3. Jh. datiert werden, ferner an Metallgegenständen des 3. Jh., 3 9 auf den Beschlägen der nielloverzierten Enden der Wagenstangen 4 0 usw. Auf einer aus Óbuda stammenden, in der Mitte der Vorderseite mit halbkreisförmiger Aussparung versehenen Monopodiumplatte (Abb. 16) ist in der neben dem Kreisbogen dargestellten Figur ein Delphin zu erkennen. 4 1 In der Mitte des unteren Teils der Monopodiumplatte finden wir eine viereckige Aussparung, in welche der Tischfuß eingelassen wurde (Abb. 17). 4 2 3 1 Die Verbindung des Motivs frons scenae und der Springbrunnen: Grimai 1943, 318. Hähne der neben den Triklinien bzw. im Garten aufgestellten Springbrunnen: Soprano 1950, 300 Nr. 14.; Jashemski 1979, 22 Abb. 29.; 35 Abb. 54.; 37 Abb. 58.; Thouvtnot 1958, Taf. 19. Zur Rolle der Bleirohre von kleinem Durchmesser: Kret^schmer 1960—1961, 50 Taf. 6. Wasserhähne von kleinem Durchmesser: Leibmdgut 1980, 112 Nr. 133 Taf. 140-141.; 110-112 Nr. 131 — 132. Ähnliche Ausführung der Bohrung zur Unterbringung des Wasserleitungsrohres:: Strocka 1965, 88 Abb. 3 — 4. 3 2 Erdélyi-Fiilep 1954, 264 Nr. 286.; Thomas 1978, 577-578 Abb. 8-12. 3 3 Nag y L. 1945, 166. 3 4 Thomas 1978, 581-583 Abb. 17-20. 3 5 Deneauve 1969, 81.; S ape Iii 1979, 91.; 95. 3 S Bellori 1691, 8-9 Taf. 16. 3 7 Solley 1979, 172 Abb. 3. p. 3 8 Nag, L. 1945, 190. 3 9 Martin- Kilcher 1985, 172 Abb. 19. 4 0 Garcia y Bellido 1949, 447 Nr. 476. 4 1 Historisches Museum der Stadt Budapest, Aquincumer Museum, Inv. — Nr.: R 918. Erwähnt bei Thomas 1978, 582-583. Vgl.: Loeschcke 1919, 423 Abb. 34.; Teibimdgut 1980, 112 Nr. 133, mit Delphindarstellungen. Auch an der Monopodiumplatte von Caerleon finden wir eine Delphindarstellung: Boon 1973, 358 Abb. 1-2. 4 2 Ähnliche Lösungen zur Stützung zeigen z. B. die an die Mauer angebauten britannischen (Solley 1979, 173 Abb. 4.), gallischen {Solley 1979, 174 Abb. 5.) Monopodien und an der Monopodiumdarstellung einer italischen Grablampe: Bellori 1691, 8 — 9 Taf. 16. Vgl.: Abb. 19-21.