Folia archeologica 39.

Mihály Nagy: Egy monopodium-típusról. — Kísérlet az ún. pannóniai ókeresztény relikviaoltárok újraértelmezésére

140 MIHÁLY NAGY können wir aus mehreren Gründen nicht voraussetzen, daß die Bohrung zum Eingießen der Libation gedient 3 0 und daß man sie außer Gebrauch mit einem Zapfen geschlossen hätte. Auf einem solchen gebogenen Rohr mit kleinem Innen­durchmesser hätte man irgendwelche Flüßigkeit in das Grab ohne Gefahr einer Verstopfung nur schwer zuführen können. Die Ausarbeitung des oberen Endes der Bohrung hätte die Anwendung eines Zapfens keinesfalls ermöglicht, davon gar nicht zu reden, daß es unbegründet gewesen wäre, eine Eingußöffnung von der Totenopfer darbietenden Person so weit anzulegen, die offenbar nur dem Mo­nopodium gegenüber gestanden haben dürfte. Wir müssen eher daran denken, daß der Innendurchmesser der Rohrleitung deshalb so schmal ist, damit der Springbrunnen, der an der Tischplatte angebracht wurde und dessen Zapfenkra­gen das grob ausgearbeitete Bohrungsloch bedeckt hat, selbst bei einem kleinen Abb. 6. Grabstein aus Csákvár (Ung.Nat.Mus. 38. 1899.). 6. ábra Sírkő Csákvárról (MNM 38.1899.). 3 0 Vgl.: Boon 1973, 357.; Die inneren Durchmesser der zum Eingießen der Libation dienenden Rohre sind das Mehrfache von dieser: Wheeler 1929, 2 — 6. Abb. 1 — 5.; Wolski— Berciit 1972.

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