Folia archeologica 39.

Sándor Soproni: Decebal-fejes agyagmécses

RÖMISCHE TONLAMPE 127 Die wichtigsten Charakteristika des auf den Darstellungen der Traianussäule sichtbaren Kopfes von Decebal faßt Panaitescu folgendermaßen zusammen 3 9: Una barba piena e folta riempie attorno le guance senza alcuna interruzione. (Agli altri prigionieri daci, comati о pileati la barba ha piccoli vuoti.) I capelli corti, coperti quasi per intero da un pileus colla gunta caduta in avanti, calcato sotto le orecchie che rimangon scoperte e ricoprente circa, un quarto della fronte. Gli zigomi alquanto pronunciati. Il naso colle nari larghe e leggermente convesso nel mezzo. La bocca grande colle labbra grosse coperte da baffi regolarmente divisi e prolungantisi in ambo le parti fino ad incontrarsi colla barba. Le soprac­ciglia ben marcate ad arco, grandi e folte; pero in alcuni gessi sono deteriorate. L'occhio scolpito, dominante, dà un'espressione di straordinaria potenza ed è senza dubbio Г elemento essenziale per caratterizzare alla teste di Decebalo". Die Beschreibung paßt in allen Details auf den dargestellten Kopf unserer Lampe, sämtliche charakteristische Züge können an ihr angetroffen werden. Der Hauptunterschied liegt darin, daß wir am Scheitel statt des Pileus den Griff finden. Vergleicht man die charakteristischen Züge der Lampe mit den Dece­baldarstellungen der Traianussäule so machen diese — unserer Meinung nach — eindeutig und gewiß, daß die in Kercseliget ans Tageslicht gekommene Lampe den abgeschnittenen Kopf des dakischen Königs darstellt. Das authentische Bildnis Decebals, des besiegten Feindes stand aller Wahr­scheinlichkeit nach den stadtrörnischen Künstlern zur Verfügung oder war von ihnen bekannt. Patsch setzt voraus, daß auch die im Hofe Decebals lebenden griechischen Bildhauer den König abgebildet haben dürften und seine Statue konnte als Kriegsbeute nach Rom gelangt sein. 4 0 Wir haben keinen Grund zu bezweifeln, daß das Bildnis des besiegten Feindes nicht nur in Rom bekannt gewesen sein konnte, sondern auch in den Provinzen des Römerreiches, insbeson­dere in den mit Dazien benachbarten Gebieten. Die oben angeführte Beschreibung von Panaitescu wird auch von der über Decebal gegebenen Charakterisierung des Dio Cassius gut ergänzt (LXII 6, 1): MéyLCTTOÇ Se Srj ttoXe^oç 'Pco^aioiç totz tcçoç tovç Aaxoùç èyévero, oov тотг AsxsßaXoc; eßaaiXsua, Ssivoç [íIv crruvsívou rà TcoXéfxia Ssivoç Se xai тсра^ац гтсгХ­ôsïv SUCTTO^OÇ áva^copTjaai, xaiptoç, èvéSpaç TzyvirYjç fxá/T)Ç Ipyàryjç, xai xaXcoç piev VÎXT] ^pyjcracrOat, xaXcoç Se xai YJIRAV StaOéaOai. SLSCOÇ Á <p ou S"}) xai ÀVTAYOMCYTTJÇ á<*to(i-a/oç ETCI TCOX'J TOÏÇ 'Pcofj.aioi.ç syévsTO. Es stellt sich die Frage: kann es tatsächlich vorgestellt werden, daß unsere Lampe den Decebal darstellt? Womit läßt es sich begründen, daß ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, eine Lampe mit dem Bildnis des besiegten dakischen Königs geschmückt wurde ? Decebals Besiegung war in seiner Zeit ein außerordentlich bedeutendes historisches Ereignis. Der dakische König schuf fast zwei Jahrzehnte lang eine gefährliche außenpolitische Lage im Vorraum des Römerreiches und seine 3 9 Panaitescu 1923, 407. 4 0 Patsch 1937, 55-56, Anm. 5.

Next

/
Thumbnails
Contents