Folia archeologica 39.

Tibor Kemenczei: A magyar Duna-Tiszavidék és az Északnyugat-Balkán kapcsolatai a korai vaskorban

BEZIEHUNGEN IN DER FRÜHEISENZEIT 107­röhrchen, die konischen Blechanhänger aus Csongrád (Abb. 3, 9 — 11, 14—18). Die Pendants der kugelabschnittförmigen Bronzeknöpfe (Kecel: Abb. 4, 3, Szol­nok: Abb. 5, 7) liegen im Karpatenbecken in den Funden der ausgehenden Bron­zezeit ebenfalls vor, können aber auch im präskytkischen Denkmalmaterial der Wald —Steppengegenden und der Steppenlandschaften häufig angetroffen wer­den. 4 6 Der doppelte Riemenverteiler des Fundes von Nagyság (Abb. 4, 14) ist eine karpatenländische Variante der späturnenfelder-frühhallstattzeitlichen Ring­fußknöpfe. 4 7 Ein Teil der in Ostmitteleuropa, im nordbalkanischen Raum im 8. Jh. v. u. Z. gefertigten und gebrauchten Metallwaffen, Schmucke, zum Pferdezeug gehören­den Gegenstände nennt die Fachliteratur Gegenstände thrakisch-kimmerischen Typs. Die Richtigkeit dieser Benennung wird aufgrund begründeter Argumente von mehreren Forschern bezweifelt. Auch über die Zeit der Gegenstände von sog. thrakisch-kimmerischem Typ teilen sich die Meinungen — sie wurden inner­halb der vom 9. bis zum 7. Jh v. u. Z. reichenden Zeitspanne in verschiedene Perioden datiert. 4 8 Vergleichen wir die von verschiedenen Gebieten, Landschaftseinheiten stammenden Metallgegenstände „thrakisch-kimmerischen" Typs miteinander, so können wir unter ihnen zwei Fundgruppen unterscheiden. Die in die erste Gruppe gehörenden Fundkomplexe enthalten die große Mehrheit der Trensen, Phaleren, Waffen östlichen Typs. Ihre Fundorte sind im Alföld und in Osttransdanubien, jedoch in denselben Fundkreis gehören auch die ähnlichen siebenbürgischen, slowakischen und österreichischen Denkmäler. 4 9 In die zweite Gruppe sind die in der Donaugegend Serbiens, der Vojvodina und in Syrmien zum Vorschein ge­kommenen Metallgegenstände zu reihen. 5 0 Unter ihnen befinden sich die Ge­genstandstypen (Halsringe, Armringe, trichterförmige Anhänger, Anhänger mit Vogelkopf, Brillen fibeln) in Mehrheit, die nicht von östlichem Ursprung sind, sondern nach den Traditionen der örtlichen spätbronzezeitlichen Metallkunst erzeugt wurden, jedoch gelangten hierher auch Schmuckgegenstände aus dem mittleren Balkan (Bogenfibeln, Fibeln mit sanduhrförmigem Fuß, vogelförmige Anhänger, gegliederte Perlen, geschlitzte Bommel). Der Grund für den Unter­schied der zwei Fundgruppen ist, daß sie Denkmäler von je einem anderen Me­tallkunstkreis darstellen. Den aus den im mittleren Teil des ungarischen Alföld freigelegten frühei­senzeitlichen Bestattungen (Mezőcsát, Füzesabony) 5 1 zum Vorschein gekommenen Funden ähnliche keramische Produkte und Metallgegenstände kamen in den aus 4 6 Terenozkin 1976, 46, Abb. 18, 13, 72., Abb. 38, 1-6. 4 7 Kossack 1973, 158-160; Gallus- Horváth 1939, Taf. 18, 7. Taf. 21, 6; Bo.'/ Zek 1974, 300 Abb. 10 4 8 Kossack 1980, 109-111. 4 9 Füzesabony, Szanda, Biharugra, Dinnyés, Kömlőd, Batina (Kisköszeg), Cipäu (Maros­csapó): Gallus— Horváth 1939, Taf. 1 — 21, 39, 54; Prügy: Kemencééi 1981: 29; Fügöd: Kemencééi 1986, 13; Vetis (Vetés): Petrescu- Dimbovita 1977, Taf. 361-362; Pécs: Maráz 1978, 145; Ka­kasd: Mészáros 1961, 210; Santonovka (Szántó): Nevizáusky 1985, 601; Stillfried: Kam 1984; Сока (Csóka): Foltiny 1960, 109; Kom. Bács-Bodrog: Foltiny 1961, Taf. 66-68. 5 0 Ilok: Majnaric— Pandzic 1968, 38; Adasevci, Sarengrad, Dalj (Dálya): X'inski— Gaspa­rini 1974, Taf. 119-120, 130-131 ; Gomolava: Tasic\91\, 28; Tasic 1972, 27. 5 1 Gallus- Horváth 1939, Taf. 1-4; Patek 1974, 356-362.

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