Folia archeologica 39.
Tibor Kemenczei: A magyar Duna-Tiszavidék és az Északnyugat-Balkán kapcsolatai a korai vaskorban
104 Bumeranganhängern vergleichen. 2 0 Dieser Anhänger kam mit den tangentenspiralverzierten Phaleren zusammen in das Nationalmuseum. Wahrscheinlich wurden diese Gegenstände gemeinsam aus einem Grab zutage gefördert und so kann ihre Zeit aufgrund der ähnlichen Stücke aus Biharugra das 8. Jh. v. u. Z. sein. A. Mozsolics reihte eine Nadel aus dem nordungarischen Felsödobsza, an deren Schaft sich eine durchbrochene Kugel befindet, zu dem auf die R BDPeriode datierbaren Depotfund (Abb. 2, 1). Dieser Gegenstand, dessen Fundumstände übrigens unbekannt sind, dürfte jedoch offenbar nicht zum Fund gehört haben. Die Nadel war ein typischer nordwestbalkanischer Schmuckgegenstand des 8-7. Jh. v. u. Z. 2 1 Als ein Gegenstand mit unbekanntem Fundort wurde im Nationalmuseum 1962 ein ovaler, durchbrochener und mit Buckeln verzierter Anhänger inventarisiert (Abb. 6, 8). Man kann nicht wissen, wann und wie dieser Gegenstand in das Museum gelangt ist. Aufgrund seiner Parallelen stellt das Stück einen charakteristischen, früheisenzeitlichen Gegenstand makedonischen Typs dar. 2 2 Das in Károlyfalva (Banatski Karlovac) zum Vorschein gekommene Tüllenstangenende gehört in denselben Stilkreis wie die erwähnten durchbrochenen Gegenstände (Abb. 5, 3). In Kisterenye (Nordungarn) wurde ein mehrgliedriges Kettengehänge und das eine Glied eines solchen Anhängers gefunden (Abb. 5, 1, 2). Ganz ähnliche Stücke sind uns aus dem Balkan nicht bekannt, jedoch ihre einzelnen Teilelemente (Gefäßform, geschlitzter Bommel) spiegeln den Stil der früheisenzeitlichen Metallkunst des NW-Balkans wider. 2 3 Ein ähnliches Kettengehänge befindet sich auch im siebenbürgischen Depotfund von Alvinc (Vintul de Jos). Seine Zeit wurde gleichfalls auf die Ha B 3-und Ha C-Perioden bestimmt. 2 4 Als Grundlage dieser Datierung könnten eigentlich nur die im Funde vorhandenen Eisenbeile und — meißel dienen, jedoch wurde die Erzeugung solcher Eisengegenstände im Karpatenbecken schon im 8/ Jh. v. u. Z. begonnen. 2 5 Von der Frage der Datierung abgesehen, können auch die Kettengehänge von Kisterenye und Alvinc von der sich zur Zeit des 8 — 7. Jh. v. u. Z. im Karpatenbecken geltend machenden Wirkung der nordwestbalkanischen Werkstätten zeugen. Von Süden erreichte das Karpatenbecken die Mode der Ringanhänger mit gestielter Öse. Drei solche Schmuckgegenstände kamen in Szeged —Öthalom zum Vorschein (Abb. 6, 4 — 6), ihre Fundorte können aber auch sowohl im Alföld wie auch in Siebenbürgen angetroffen werden. 2 6 Solche Anhänger wurden im Balkan im 8 — 7. Jh. v. u. Z. erzeugt. 2 7 Die Stücke von Szeged —Öthalom sind Streufunde und können auf diese Weise nicht genau datiert werden. Im Karpatenbecken gehörten die trichterförmigen Anhänger zur Spätbronzezeit zu den beliebten Schmuckgegenständen, vor allem während den R BD2 0 Kilian- Dilmeier 1979, 43-44. 2 1 Bonzek 1971, 89, Abb. 14, 2; Vinski- Gasparini 1974, Taf. 128, 4, 5. 2 2 Bou Zek 1973, 70, Abb. 21, 11, 12. 2 3 Kilian- Dirlmeier 1979, 44. 2 4 Vetrescu— Dîmbovita 1977, 368, Taf. 391-393; Kossack 1980, 139. 2 5 László 1977, 53. 2 6 Petrescu— Dimbovita 1977, Taf. 399-402; Kilian 1975, 133. 2< Kilian- Dirlmeier 1979, Kilian 1975b, 175-176.