Folia archeologica 38.
Bíróné Sey Katalin: A pécsváradi éremlelet
EIN INSIGNE DES OMIIARUS 195 an Eisen genagelten Eisenstücken stießen" und als Finály sie fragte: „waren das nicht Spuren eines Sarges, antworteten sie einstimmig, daß diese solche gewesen sein konnten, denn auch Knochen waren unter ihnen. Na und der Schädel? . . . auch einen solchen gab es, jedoch brachten wir ihn nicht mit, sondern begruben wir ihn wieder. Wissen Sie wohin ? Ja, wir wissen es." 8 Finály nahm auf den Vorschlag des Pachtbesitzers S. Magyary die vom Goldschmied und Juwelier Elek Szathmáry (Kolozsvár) geschätzten Gegenstände sofort in Obhut „unter der Bedingung, daß Verkäufer und Finder die Sargreste, Knochen und auch den Schädel verpflichtet sind einzubringen, auf dem Fundort so lange nicht weitergraben bis . . . zur Aufnahme der näheren Umstände des Fundes" Finály nicht eine Lokalbesichtigung unternimmt. I J „Inzwischen verbreitete sich die Nachricht vom Funde, natürlich, zumindest zehnfach vergrößert. Der Dorfrichter, die [griechisch-katholischen und orthodoxen] Pfarrer, der Pachter der Schottergrube und sein Werkführer verfielen alle in das Fieber der Schatzgier und des Neides. Die Finder des Schatzes [nämlich die vier Taglöhner] sah man alle als Diebe an, die sie vom Glück des Auffindens des Schatzes beraubten und deshalb wurden zuerst die vier Taglöhner nicht mehr zugelassen, um den Schädel zu suchen, sondern gingen davon aus, daß wo soviel Schatz war, dort müssen auch noch mehrere sein, sie fielen mit fiebrigem Eifer über die Fundstelle und brachten an ihr und in ihrer Umgebung eine so wilde Wühlerei zustande, daß als ich mich an Ort und Stelle begab, 1 0 es schier unmöglich war die Fundstelle selbst nach ihrer Lage, Richtung und Tiefe genau zu bestimmen. Inmitten dieses Gewühls 1 1 fand man noch ein Schmuckbruchstück und einen Fingerring, den die ersten Finder nicht erhalten hätten, 1 2 jedoch wurde es zugleich auch ermittelt, daß das Grab bzw. die Stelle des Sarges nicht unter dem Bodennivau tiefer gewesen sein konnte, als höchstens zwei Meter, da einzwei Zentimeter weitergegraben, schon überall das Wasses hochgestiegen ist, obwohl der Fund noch im ganz trockenen Boden gelegen war." Finály sammelte noch an Ort und Stelle „einige Fragmente vom Sarg und ein Paar Knochenüberreste" ein. 1 3 Der heutigen archäologischen Beurteilung nach hätte FI. Finály mit Befragung der vier Zigeunertaglöhner mit mehr oder weniger Sicherheit die annähern8 Finály 1889, 305. 9 Finály 1889, 306 1 0 Den Zeitpunkt teilte der damals 64 Jahre alte Finály nicht mit. Dem Publizisten der Zeitung „Kolozsvár" (XYZ) wurde der zweite Teil des Fundes („ein ebenso schwerer Fingerring, wie der neuliche, Goldbruchstück und bronzene Kleinigkeiten") „vorgestern" — der Erscheinung der Zeitung am 18. Juli 1889, am Donnerstag, nach; laut der Mitteilung des Artikels wahrscheinlich am 17. Juli 1889 (oder vorher) — gefunden. Aus der Logik des Textes folgend begab sich H. Finály danach, also nach dem Auffinden des zweiten Teiles des Fundes an Ort und Stelle. Dasselbe bestätigt auch der Berichterstatter der Zeitung „Kolozsvár" (XYQ). 1 1 Nach der Mitteilung des Briefes aus Apahida mit der Unterschrift r. 1. (= ständiger Korrespondent) „nach drei Tagen", also wahrscheinlich am 15. Juli, am Montag. Laut dem Publizisten der Zeitung „Kolozsvár" (XYZ) hingegen am 17. oder 18. Juli. Wahrscheinlich handelt es sich um eine mehrere Tage lang anhaltende „Schatzausgrabung" (vg. Makkay 1985, 13—14.), als der Tage später nach der Entdeckung des Grabes an Ort und Stelle persönlich erscheinende H. Finály tatsächlich nichts mehr beobachten konnte! 1 2 Diese sind Finály 1889, Funde Nr. 8 und Nr. 9 1 3 Finály 1889, 305-306