Folia archeologica 38.

Bíróné Sey Katalin: A pécsváradi éremlelet

190 BÍRÓNÉ STÍY KATALIN Laut RIC ist eine Variation mit dem Münzzeichen VRBS ROMA (Kat. 59., Abb. 1) aus der Prägestätte in Constantinopolis aus der Zeit von 330 bis 333 unbekannt. Auch das Münzzeichen, das mit einem Stern beendet ist, stellt eine Münzzeichen-Variante der Münze Constantius' II. vom Typ GLOR-IA EXERC­ITVS aus Nicomedia der Zeit von 330 bis 337 dar. Ein derartiges Münzzeichen ist weder laut RIC noch LRBC bekannt (Kat. 62., Abb. 1). Der Centenionalis Constantius' II. vom Typ FEL TEMP-RAPARATIO mit Reiter aus der Prä­gestätte in Siscia aus dem Zeitraum von 355 bis 361 weist ebenfalls eine Münz­zeichen-Variante auf. Auf dem Revers ist ein Punkt im rechten Feld zu sehen (Kat. 226., Abb. 2). Im linken Feld des Revers der Bronzemünze von Julianus Aes 4 SPES REI-PVBLICE aus der Prägestätte von Siscia befindet sich ein „S" (Kat. 243., Abb. 2), was auch als eine Münzzeichen-Variante bezeichnet werden kann. Zum Fund gehören eine Fälschung aus der gegebenen Zeit wie auch zwei Münzen, die anhand ihrer Prägetechnik interessant sind. Es handelt sich um die Kopie des reduzierten Follis von Constantinus dem Großen aus der gleichen Zeit (Kat. 198., Abb. 2), eine Nachahmung des Typs mit der Rundschrift VICTORIAE LAETAE PRINC PFRP und zwei Victorien auf dem Revers, die ein Schild über einem Altar halten. Unter den Kopien der Münzen im 4. Jahrhundert aus der gleichen Zeit ist dies der häufigste Typ. 3 Die Originalmünzen vom Typ VICTORIAE LAETAE wurden zwischen 318 und 320 geprägt, während ihre Fälschungen erst danach, aber vermutlich kurz darauf angefertigt wurden. Zu den prägetechnischen Raritäten gehört die incuse Prägung der Vorderseite von Aes 3 Constantius' II. (Kat. 388., Abb. 2). Im 4. Jahrhundert kam es selten vor, daß eine Münze übergeprägt wurde. 1 In unserem Fall wurde auf die Vorderseite einer Münze aus der Zeit der Constan­tinus-Dynastie mit dem Revers GLORIA EXF1RC-ITVS und 2 Signum eine Rückseite mit GLORIA ROMANORVM aus der Valentinian-Zeit geprägt (Kat. 437., Abb. 2). Das Münzzeichen aus der Valentinian-Zeit ist nicht zu se­hen, so kann die Prägung nicht näher datiert werden. Den Fund habe ich in Bezug auf die Verteilung nach Prägestätten zweigeteilt. Tafel I. zeigt die Verteilung nach Prägestätten zwischen 313 und 364, Tafel II. die zwischen 364 und dem Zeitpunkt des Abschließens. Dabei erhält man das übliche Bild: An erster Stelle stehen die Prägungen aus Siscia, dann folgen die­jenigen aus Thessalonica und Aquileia. Das gilt für c beide Perioden. Das späteste Münzzeichen aus der Prägestätte von Siscia ist F/ AR ASISCV von Gratian, das auf das Ende der Zeit von 367 bis 375 zu datieren ist (Kat. 425.). Aus den anderen Prägestätten stehen keine bewertbaren Münzzeichen aus der Zeit nach 375 zur Verfügung. Der Schatzfund schließt also mit Prägungen aus der Zeit vor 375 ab. Aus dem letzten Drittel des 4. Jahrhunderts sind sehr viele Münzfunde aus dem Gebiet der Provinz, ja sogar aus dem Barbaricum ans Tageslicht gekommen. Dabei werden zwei Gruppen bei diesen Funden unterschieden. Die erste Gruppe der Funde bilden die, die vor 375, die zweite diejenigen, die danach abschließen. Zu den Schätzen, die vor dem Tod Valentinians I. oder zur dessen Zeit in der Erde verborgen wurden, gehören ein früherer Fund von Pécs"' sowie die Funde von Lupoglav 6, Szökedencs", Kazsok 8, Döbrente 0, Jabing 1", Wien-Krotten-

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