Folia archeologica 37.
Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön
138 KÁROLY MESTER IIÁZY 400' Fuß Nord 3600', also das Grab war genau S— N gerichtet. Der Grund des Grabes wurde aus einem weichen roten Sandstein ausgehöhlt, die östliche Seitenwand stand 28 cm, die westliche 35 — 40 cm hoch. Auf die Lage des Skeletts konnten wir aus der Lage der Funde schließen. Es war ein auf dem Rücken liegendes Frauenskelett, mit wahrscheinlich auf das Becken gelegten Unterarmen, da die Armringe voneinander kaum 15 cm weit, einander gegenüber, stehend aufgefunden wurden. Auf dem Hals befand sich ein Halsring, unmittelbar in der Nähe die Fibel, jedoch konnte man die genauere Stelle nicht erfahren. Etwas weiter stieß man auf die zwei Armringe, von welchen der schmälere an der rechten Hand, der andere mit dem Schildkopf an der linken Hand war. Zwischen den beiden Armringen, jedoch weiter den Füssen zu, war der Bronzering, in der Nähe eine Lunula, näher zum rechtseitigen Armring ein Fingerring, in seiner Nähe befanden sich mehrere Perlen, von welchen einige nicht geborgen werden konnten, da sie in vermodertem Zustand waren. Schließlich einiege cm den Füssen zu kam ein Bronzerohr ans Tageslicht. In der Graberde fand der Archivar Lajos Horváth, Leiter des Ortsgeschichtlichen Museums noch einen Spinnwirtel. 1 In der Graberde kamen nicht einmal Knochensplitter zum Vorschein, sie vermoderten wahrscheinlich völlig im Boden und man hätte nur im Falle einer sehr sorgfältigen Erschließung etwas von diesen finden können. Das Grab enthielt in der Reihenfolge des Auffindens folgende Gegenstände: 1. Silberner Halsring, aus vierkantigem Draht, tordiert, sich der Mitte zu verdickend, am unversehrten Ende ein sich zurückgebogener Entenkopf. Das Auge des Vogels wurde mit einem einzigen kreisförmigen Punzenschlag ausgebildet, dem auf dem Hals fünf halbkreisförmige Einschläge folgen. Das andere Ende ist mangelhaft und der tordierte Teil zurückgebogen. Beim Auffinden wurde das unversehrte Ende abgebrochen. Der Durchmesser der abgewetzten, gegenwärtigen Form beträgt 24 cm, die Drahtdicke in der Mitte 11 mm (Abb.l, Abb.2,1). 2. Aucissa-Fibel, aus Silber, der Bügel besteht aus zwei parallelen Blechen und diese miteinander verbindenden Querstäbchen. Der Kern der in drei Prismen, einzeln in 14 Reihen dicht nebeneinander stenenden Stäbchen ist aus Eisen, ihre Oberfläche wurde mit Silberblech überzogen. Das Kopfblech ist glatt, ungegliedert und niedrig, die zwei Bleche sind angelötet. Das zurückgebogene Ende des Kopfbleches bildet ein Rohr, mit einer die Silbernadel haltenden Silberachse. Am Ende des Fibelfußes befindet sich ein profilierter Knopf. Gesamtlänge: 5,8 m (Abb. 3,2, Abb.7,2). 3. Scbildkopfarmring, aus Silber. Band, das sich in der Mitte verjüngt und unverziert ist, es verbreitert sich den Schildern zu, wird von drei Längsrippen verziert, die mittlere Rippe ist unverziert, an den beiden äußeren Rippen eine paarweise gepunzte Punktreihe zu sehen. Beide Ränder des Bandes sind von je einer Punktreihe verziert. Den Schildern zu wird das Band von einer dreiteiligen Querrippe abgeschlossen, dieser folgt ein zusammengedrücktes, halbkugelförmiges Glied, sodann eine weitere, dreiteilige Querrippe, aus der in der Mitte ein sich verdickendes, halbkreisförmiges Schildblech hervorwächst. Von den dreiteiligen Querrippen ist die mittlere stets breiter und unverziert, die zwei Außenrippen 1 Über die Provenienz und den Fund berichtete Horváth 1985, Nr. 6. 175-77.