Folia archeologica 36.

Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése

62 TIBOR KEMENCZEI Funden sind die in Grab 99 im fürstlichen Hügelgrab von Atenica, ferner in Donja Dolina und Garibovac gefundenen Trensen die älteren, die aus dem Ende des 6. Jhs v. u. Z. stammen. Jünger als diese sind die in Grab 99 von Sticna, aus der Bestattung 11/31 von Magdalenska Gora zum Vorschein gekommenen Stücke, die Denkmäler vom Anfang bzw. aus der ersten Hälfte des 5. Jhs. v. u. Z. sind. 5 8 Aus den aufgezählten Daten können die ersten Herstellungsgebiete der genieteten Trensen von Typ 4 eindeutig bestimmt werden. Die ältesten Stücke sind im Gebiet der skythenzeitlichen Kultur des Alföld (Szentes-Vekerzug, Hetény-Chotin) und der thrakischen Kultur Olteniens zum Vorschein gekommen. Die Vorläufer ihrer Form in beiden Kulturkreisen waren die Trensen mit geboge­ner Seitenstange und drei Ösen. In welchem der beiden Gebiete es zuerst zu ihrer Erzeugung gekommen ist, kann heute noch nicht bestimmt werden. Die Gewohn­heit der Herstellung solcher Trensen gelangte in die Gebiete der illyrischen und Hallstattkultur aber gewiß später, erst am Ende des 6. Jhs. Mihály Párducz unterschied unter den Trensen von sog. Szentes-Vekerzug­Typ auch eine Variante mit S-förmiger Seitenstange. Es wurden von ihm ins­gesamt nur zwei Exemplare hierher eingereiht die in Grab 40 von Hetény (Chotin) und Grab 142 von Szentes-Vekerzug geführten Stücke. Die Seitenstange der Trense von Hetény zeigte auf dem Foto vor der Restaurierung eine S-Form, während nachher auf der Zeichnung eine gebogene Form zu sehen ist. 5 9 In sehr schlechtem, fragmentarischem, verrostetem Zustand befindet sich die Trense des Grabes 142 von Szentes-Vekerzug, aus den Fragmenten kann man auf eine gebogene Form schließen. So kann mit voller Sicherheit nicht behauptet werden, daß der Gebrauch der Eisentrense mit S-förmiger Seitenstange aus der späts­kythischen Zeit der Steppenlandschaften in das Gebiet der skythenzeitlichen Kultur des Alföld gelangt ist. Die genieteten Trensen haben außer den aufgezählten noch eine fünfte Variante. Diese entstand im Gebiet der slowenischen Hallstattkultur, vom Alföld ist sie unbekannt. Bei dieser Variante ist die Form der Trensenstangen stark gebogen, ihr Ende biegt sich zurück, in einzelnen Fällen führen sie zwei Ösen. In den slowenischen Hügelgräbern (Magdalenska-Gora 11/19, V/29, Novo Mesto IV/3, Smarjate) sind sie auf Grund der Begleitfunde Denkmäler der zweiten Hälfte des 5. — Anfang des 4. Jhs. v. u. Z. e o Die Trense des Grabes 52 von Szentlörinc ist zu ihnen ähnlich. 6 1 Ihr Formvorläufer war offenbar die genietete Trensenform des Alföld und von Oltenien, jedoch können sie in keinerlei Form der skythenzeitlichen Kultur des Alföld angeknüpft werden. Es sind auch einige solche Eisentrensenfunde bekannt, die zweifelsohne genietet ausgeführt waren, jedoch infolge ihres fragmentarischen Zustandes kann nicht festgestellt werden, was für eine Form ihre Seitenstangen hatten, d. h. in welche Variante sie eingereiht werden könnten. 5 8 Gustin , M. —Ter^an, В., a.a. O. 77. 5 9 Dusek, M., ArRoz 5 (1953) 155, Abb. 59; ders., Thrakisches Gräberfeld .... Taf. 5, 17. 6 0 Hencken, H., The Iron Age Cementery of Magdalenska gora in Slovenia (London 1978) Abb. 29, Abb. 146; Knez, T., Hallstattzeitliche Funde aus Nove Mesto. Arch. Korrespondenz­blatt, 5 (1975) 125, Taf. 37; S taré, V., Prazgodovina Smarjete (Ljubljana 1973) Taf. 2, 7. 6 1 Jerem, E., a.a. O. 204, Abb. 26, 52/1.

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