Folia archeologica 36.

Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése

56 TIBOR KEMENCZEI In die dritte Gruppe der genieteten friiheisen^eitlichen Eisentrensen reihen wir jene Stücke, deren Seitenstangen aus flachen Blech gefertigt wurden und drei Löcher haben. Die Seitenstangen verjüngen sich dem Ende zu und gehen meist in einem Knopf aus. Mihály Párducz reihte diese mit den bogenförmige Seitenstange besitzenden Trensen zusammen in den vierten Typ, jedoch möchten wir sie aus­einanderhalten. Diese Differenzierung wird von dem verschiedenen Ursprung der beiden abweichenden Formen bzw. zum Teil auch durch ihre andere Ver­wendungszeit begründet. In die dritte Formgruppe sollen demnach die Trensen aus den folgenden Fundorten des Alföld gereiht werden. 1 — 2. Cserháts^entiván, Kom. Nógrád — Streufunde — Unversehrte Eisen­trense, bloß das Ende der einen Seitenstange fehlt. L: 15,7 und 15,4 cm, Dm: 10+9,5 cm (Abb. 6,3) — Beim Mundstück zerbrochen, die Trense ist dort mangelhaft. L: 16,5 und 15,8 cm, Dm: 9,7 und 6 cm (Abb. 6,6) — Mus. Szécsény (53.53.1, 54.1). — Patay, P., Fol. Arch. 7, 1955, Taf. 12, 12, 13. 3 —6. Nagytarcsa, Kom. Pest — Opferfund? — Unversehrte Trense, L: 18,4 und 17,8 cm, Dm: 8,3 und 8,5 cm (Abb. 6,6); Unversehrte Trense, L: 18,4 16,9 und 16,6 cm, Dm: 9,4+9,2 cm (Abb. 6,5); Bei der einen Seitenstange ist die Trense mangelhaft. L: 16,8 und 13,2 cm, Dm: 7,8 und 9,6 cm (Abb. 6,4); Bei der einen Seitenstange mangelhafte, zerbrochene Trense. L: 17,4 und 9,2 cm, Dm: 9,5 und 9,3 cm (Abb. 6,2) —MNM (67.7.13—17) — Beifunde: zwei unversehrte und eine mangelhafte Rassel mit Tierfigur, acht Bronzeglöckchen. — Bakay, K, Scythian Rattles in the Carpathian Basin and their Eastern Connections, 1974, Taf. 7. 7. Tis^avasvári, Dózsa-telep, Kom. Szabolcs-Szatmár — Grab 49 — Brand­grab — Stark korrodierte Trense, der eine Ring des Mundstückes fehlt. L: 18,2 und 17,2 cm, Dm: 10,2 und 7 cm (Abb. 7,1) — MNM (63.29.26) — Beifunde: zwei Eisenmesser, scheibengedrehter Krug, Fragment eines handgemachten Topfes, Fragment einer Schüssel — Lengyel, I., Arch. Ért. 90, 1963, 298. Keine der obigen Trensen ist mit einwandfrei genau datierbaren Gegen­ständen zum Vorschein gekommen. Der in Grab 49 von Tiszavasvári gefundene scheibengedrehte Krug gehört zu den von der Mitte des 6. jhs bis zum 4. Jh. v. u. Z. gebrauchten Keramiktypen. Gleichfalls sind die mit Tierfiguren verzierten Bronzerasseln der Steppengegend, deren ähnliche Stücke mit den Trensen von Nagytarcsa einen Fundkomplex bilden, Denkmäler einer lang anhaltenden Periode. Kornél Bakay hat auf Grund der Trensen die Bronzerasseln von Nagy­tarcsa auf die zweite Hälfte des 6. bzw. auf das erste Drittel des 5. Jhs datiert. 10 Von den durch ihn aufgezählten Stücken stimmen aber der Form nach nur die Trensen von Cserhátszentiván mit den Funden von Nagytarcsa überein. Da die ersterwähnten Streufunde sind, können sie nicht genau datiert werden. Für geeignetere Datierungsgrundlage halten wir die Ähnlichkeit der Rindfiguren der Rasseln mit der aus dem einen skythenzeitlichen Hügelgrab zum Vorschein gekommenen Rassel mit Tierfigur. Diese Ähnlichkeit ist so stark, daß wir mit Recht behaupten können, daß der Fund von Nagytarcsa und die mit Tierfiguren verzierten Rasseln des Kurgans von Starsaja Mogila in Werkstätten derselben 4 0 Bakay, K., Scythian Rattles in the Carpatian Basin and their Eastern Connetions (Budapest 1974) 92.

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