Folia archeologica 36.
Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése
ЛIITTELEISENZEITLIC HE TRENSEN 51 8. S^entes-Veker^ug — Grab 146, Pferdebestattung. — Mangelhafte Trense, L: 16,7 und 14 cm, Br: 8 und 4 m 6 + 5 cm (Abb. 4,3) — MNM (55.14.126) Beifunde: Cyprea-Muschel, Feuersteinklinge, Bärenzahnanhänger. — Párducz, M. Acta Arch. Hung. 6, 1955, Taf. 12, 11. Außer den oben erwähnten wurden in Ostmitteleuropa in Tierkopfform ausgehende eiserne Seitenstangen in der S-Slowakei (Presel'any —Pereszlény, (Abb. 2,3) und in Oltenien (Ieselnita, Curtea de Arges) gefunden. 2 7 Auf Grund des am Alföld, in Grab 12 von Szentes-Verkerzug gefundenen Stückes kann ihre Verwendungszeit bestimmt werden. In diesem Grab war auch eine Eisentrense von Typ 2 vorhanden. Zu ihrer Datierung tragen auch mehrere Daten bei. Hier soll nur das Grab 16 erwähnt werden, in dem auch auf die zweite Hälfte des 6. — den Beginn des 5. Jhs charakteristische bronzene Pfeilspitzen waren. 28 Unter den Funden von Nyékládháza befinden sich auch in Ring ausgehende Eisenstangen, deren Parallelen uns aus der Dnestrgegend, aus den Hügelgräbern von Perebykovca aus der ersten Hälfte des 6. Jhs bekannt sind.-" Leider haben wir zum Zusammengehören der Funde von Nyékládháza keinen Beweis, so kann nur soviel festgestellt werden, daß am Alföld schon zur Mitte des 6. Jhs. v. u. Z. eiserne Trensenstangen mit Tierkopf benutzt worden sind. Aus bestirrmt auf das 5. Jh. datierten Fundkomplexen kennen wir nicht solche Trensen, bis dorthin dürfte ihre Herstellung schon aufgehört haben. Auch das Hügelgrab von Curtea de Arges ist ein Denkmal des 6. Jhs. Als Vorläufer der Tierkopffiguren am Ende der Trensenstangen hielt Mihály Párducz die ähnlichen Darstellungen der skythischen Geweihtrensen. 30 Ähnlich geformte eiserne Trensenstangen können auch im Gebiet des skytischen Kulturkreises gefunden werden, 3 1 ja selbst aus der präskythischen Periode sind uns sowohl von der Steppengegend, 3 2 als von dem Gebiet Mitteleuropas (Batina— Kiskőszeg, Stillfried) in bronzene Pferdekopfform ausgehende Seitenstangen bekannt. 3 3 Vorläufer dieses Gegenstandstyps müssen wir zweifelsohne im Osten suchen. Die Seitenstangen der genieteten Eisentrensen mit Tierkopf sind nach östlichen Vorbildern schon von der früheisenzeitlichen Bevölkerung des Alföld hergestellt worden. Von den Trensen von sog. Vekerzug-Typ bezeichnete Mihály Párducz als Typ 2—3 jene Stücke, die wir hier unter Variante 2 zusammenfassen. Ihren charakteristischen Zug bilden die bogenförmigen Seitenstangtn mit drei Ösen. Der zweiteilige Mündungsteil ist auch zu diesen mit Niet befestigt. Der Querschnitt der meist in Knopf ausgehenden Seitenstangen kann flach-viereckig oder rund sein, jedoch ist der Unterscheid nicht so wesentlich, daß wir deshalb die 2 7 Balasa, G., Ein skythisches Gräberfeld in Presel'any nad Ipl'om. S1A 7 (1959) 98, Taf. 6, 7 Nica, AI, Complexul de tumuli hallstatticni de la Ieçelnita. Historica 3, 1974, 27, Abb. 15. 2 8 Meljtikova, A. I., Vooruzenie skifov (Moskva 1964) 22, Taf. 7B; Winskaja, V. A., Skify . . . Taf. 27, 8—29. 2 9 Smirnova, G. I., Kurgan y sela Perebykovcy — novyj mogilnik skifskoj arhaiki na Srednem Dnestre. Trudy Gosudarstvennogo Ermitaza. 20 (1979) 48, Abb. 9, 11. 3 0 Párducz, M., а.а. О. 156f. 3 1 lllinska, V. A., Skifska vuzda ... 51, Abb. 11; Kovpanenko, G. T., Kurgany ... 109, Abb. 61, 10. 3 2 Jessen, A. A., a.a. O. Abb. 26. 3 3 Gallus, S.-- Horváth, T., a.a. O. Taf. 71, 3—6; 54, 2. 4»