Folia archeologica 36.

Ilona Kovrig: A csornai diadém - Anhang. Bruno Vorsatz: Analytische Untersuchungen archäologischer Goldfunde

Anhang ANALYTISCHE UNTERSUCHUNGEN ARCHÄOLOGISCHER GOLDFUNDE л PROF. BRUNO VORSATZ Es wurden archäologische Goldfunde auf ihre chemiche Zusammensetzung untersucht in erster Linie, um ihre Herkunft bzw. ihren Herstammungsort fest­zustellen. Die untersuchten Goldstücke sind im allgemeinen aus purem Gold mit mehr oder weniger Verunreinigungen bzw. Goldlegierungen hergestellt. Zwecks Feststellung der Herkunft oder des Herstammungsortes wurden einerseits die Menge der eventuellen Legierungselemente — in erster Linie Silber oder Kupfer — in aus den archäologischen Goldgegenständen in geringer Menge entnommenen Proben bestimmt, anderseits die Anwesenheit von verschiedenen Spurenverunreinigungen bzw. ihre balbquantitativ abgeschätzten Mengen fest­gestellt. Hinsichtlich der geringen Mengen der Proben (5—10 mg) wurden die oben­erwähnten Bestimmungen mit der hierfür speziell ausgearbeiteten Methode der Emissionsspektroskopie durchgeführt. Das Verfahren kann als modifizierte Kugelmethode bezeichnet werden. 1 Die Vorteile der Emissionspektroskopie liegen darin, daß sie in unserem Falle den gleichzeitigen Nachweis von 15 Elementen mit einer Nachweisgrenze von 5—15 [Jg/g ermöglicht und zwar in Proben, die 5—15 mg wiegen. Das Wesentliche der genannten Methode besteht darin, daß die von dem Fun­de entnommene kleine Probe in die entsprechend ausgebildete Bohrung eines spektralreinen Kohlestäbchens eingelegt wird. Nachher wird die Probe mit Hilfe einer zugespitzten Kohlengegenelektrode in Gleichstrombogen angeregt. Das Licht des Bogens wird in ein Quarzspektrograph Typ Qu 24 der Fa. C. Zeiss, Jena eingeleitet und so lange exponiert bis die Probe vollständig verbrannt ist. Für die quantitative bzw. halbquantitative Auswertung dienen künstliche Lösun­gen, die aus spektralreinen Chemikalien bzw. Metallen hergestellt werden. Die entsprechenden Lösungsmengen werden auf kleine Stücke analytischer Filterpa­piere aufgetropft — notwendigerweise durch zwischengelegte Eintrocknung -— und dann wird ein Reingoldstück, das 7,5 mg wiegt — in die Bohrung der oben­erwähnten Kohleelektrode eingelegt. Die auf diese Weise vorbereiteten Elek­troden dienen als küstliche Eichproben zur Aufstellung der Auswertungskurve. Die Auswertung der Spektralplatten wird bekannterweise durch Photomet­rie der Spektrallinien und mit Hilfe der Auswertungskurve durchgeführt. 2 Auf diese Weise wurden mehr als hundert Goldproben analysiert, deren Ergebnisse zur Zeit noch unter Bearbeitung stehen. 1 Vorsatz, В., Sur l'analyse spectrale quantitative des métaux précieux. G.A.M. S. Paris 17. 155—165 (1957) 2 Mika, J.—Török, T., Analytical emissien spectroscopy. Fundamentals. Akadémiai Kiadó, Budapest, (1973)

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