Folia archeologica 36.

Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön

DAS DIADEM VON CSORNA 143 Vergleichen wir die Fundorte der gegossenen, hunnischen Bronzekessel 127 mit denen der Diademe, so erschließt sich uns auch von diesem ein abweichendes Bild (Abb. 13). In der Wolgagegend gibt es Funde mit Kesseln mit unverziertem Henkel und Diademe der 2a Untergruppe mit mugeligen Steinen, ferner einige mit Schmuckstein besetzten, gepreßten Pferdezaumzeug- und Waffenbeschlägen. Im Nordkaukasus sind uns ein zur lb Untergruppe gereihtes Diadem und zwei Kesselfunde bekannt. Von der Donmündung bis zum rechten Ufer des Dnestr hat man keine Kessel gefunden. Im großen, kesselfreien Gebiet zwischen diesen beiden Fundorten sind aus dem Küstengebiet des Schwarzen Meeres, der Dnepr­gegend und der Krim acht Diademfunde bekannt und die meisten Fundkomplexe der charakteristischen Männerbestattungen der Novogrigor'evka —Pécsüszög­Gruppe kommen auch in diesem Raum vor. Dort, wo hingegen die meisten Kesselfunde (acht Fundorte) in Oltenien und Muntenien, in der Ebene zwischen den südlichen Karpaten und der Unteren Donau zum Vorschein gekommen sind sowie ein Diademgrab in der Nachbarschaft eines Kesselfundortes (Suditi­Gheräseni) gefunden wurden, sind Männerbestattungen oder mit diesen zusam­menhängende Totenopferfunde des Novogrigor'evka —Pécsüszög-Typs oder der mit dieser verwandten Fundgruppe außer dem ärmlichen Männergrab mit dem kleinen Diadembruchstück von Dulceanca bisher noch nicht bekannt. In Ungarn wurden außer dem Kessel von Törtei die anderen drei im Gebiet der römischen Provinz Valeria zutage gefördert, wie auch die Funde von Pécs­üszög, Bátaszék, Szekszárd. Das Diadem von Csorna und der Fund von Pannon­halma—Szélsőmalom sind in Pannónia prima zum Vorschein gekommen. Die Verbreitungskarte sowohl der hunnischen Kessel, als der Diademe (Abb. 6 und 13) widerspiegeln gut das etappenweise vor sich gehende Vordringen der Hunnen, das auch eine ganze Reihe von anderen Fundgegenständen und Fundkomplexen untermauert. Auf die zur Erklärung der auffallenden Erscheinung gestellte Frage, weshalb die hunnischen Kessel in der Südukraine fehlen und warum in den Gebieten, wo die Kessel am dichtesten vorkommen, in der Ebene zwischen den südlichen Karpaten und der Unteren Donau die oben erwähnten hunnenzeitlichen Männerbestattungen nicht zum Vorschein kommen, erwarten wir von der weiteren Forschung die Antwort. Im Fund von Pécsüszög findet sich ein mit Treppenstufenraute verzierter Cloisonné-Schwertanhânger, mit goldenem Perlendraht umrahmt, im Fund von Bátaszék ist der Schwertanhänger mit einem Wirbelrosettenmuster verziert; ein Zellwerk dessen dünne Granate mit Schneiderädchen hergestellt worden sind. Dieser Schwertanhänger ist ebenfalls mit goldenem Perlendraht umrahmt. Beide Goldscheiben weisen auf eine gute pontische Werkstätte hin und zeigen jene Cloisonné-Stilphase 12 8 an, die vor den zwanziger Jahren des 5. Jhs sich noch nicht ausgestaltet hat und das späteste Auftreten dieser Ziertechnik in Ungarn zeigt. Sie dürften zur selben Zeit mit den kleinen dreieckförmigen 12 7 Die Verbreitungskarte der Kessel wurde auf Grund der Daten der ausgezeichneten Publikation von R. Harhoitt und P. Diaconescn zusammengestellt unter Übernahme ihrer Nume­rierung: Hunnischer Kessel aus Muntenien. Dacia XXVII. № s 1—2 (1984) 99ff., Abb. 5. — Die Angabe von Nr. 24: Barkóc^i, L. — Salamon, A., Alba Regia (1984) 183. 12 8 Über die Edelsteinschneidekunst und die Zellenwerktechnik: Arrbenius, В., Granat­schmuck und Gemmen aus nordischen Funden des Frühmittelalters. Stockholm 1971.

Next

/
Thumbnails
Contents