Folia archeologica 36.

Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön

140 ILONA KOVRIG (Höckricht, Zdviáensk, Niánjaja Dobrinka, Léva) 11 1. Ähnliche können noch vom Gebiet der Sowjetunion in den Fur.den von Vol'nyj Aul, 11 2 Kalinin-Sow­chos, 11 3 Makartet, 11 4 Kapulivka, 11 5 Radensk 11 6 beobachtet werden. An den Riemenzungen der erwähnten Funde wird die Wellenlinie sich den Erfordernis­sen der Gegenstandsform anpassend zu einer „Schlangenlinie", im Fund von Léva ähnelt sie einer Zickzacklinie, 11 7 jedoch an einigen Exemplaren (Kapulivka, Radensk, Höckricht; bei diesem letzteren soll bemerkt werden, daß der obere Teil der Riemenzungen mangelhaft ist) erscheint die ursprüngliche Form des Ornaments. In Ungarn tauchte zum Wellenlinienornament in dem bereits er­wähnten, neulich zum Vorschein gekommenen hunnischen Fund von Pannon­halma—Szélsőmalom eine weitere Analogie an der Blechverzierung eines Schwertes auf. 11 8 Die Riemenzungen mit „Schlangenlinien" stehen sowohl in der Form als in der Technik jene gleichfalls auf Bronzeunterlage montierten, mit den vor­angehenden übereinstimmend durch Perlenreihe umrahmten Goldblechriemen­zungen in engster Verbindung, in deren Mitte länglich die Schlangenlinie durch eine in gerader Linie gepreßten Perlenreihe ersetzt wird. Ihre Begleitfunde ähneln in ihrer Mehrheit den Exemplaren mit Schlangenlinie. In Ungarn, wo diese Variante vertreten ist, sind in Pécsüszög, 111 1 in Bátaszék 12 0 in zur Männerbes­tattung gehörendem Fund, außer diesen in Szekszárd neben einem Skelett mit deformiertem Schädel je eine Riemenzunge, 12 1 und in einem Frauengrab zwei schöne Exemplare mit einer im Stil der Diademe hergestellten, mit plange­schliffenen Steinen dicht verzierten Schnalle zuszrrmen zum Vorschein gekom­men. 12 2 In der Sowjetunion können wir gleiche Riemenzungen aus den Gräbern VIII und IX von Novogrigor'evka sowie aus den Funden von Novo Ivanovka und Klementovka-Berg/Feodosija 12 3 erwähnen (Abb. 12). Auf Grund der großen Ähnlichkeit der Muster, Formen und Technik ist anzunehmen, daß sich nicht viele Goldschmiedewerkstätten mit der Erzeugung dieser Gegenstände befaßt haben. So wie auch die Diademe der 2bc Untergruppe auch nicht eine umfangreiche Werkstattstättigkeit verraten. Die Verbindung der Diademe der 2bc Untergruppe, unter diesen des Diadems von Csorna mit der 11 1 Alföldi, A., a.a.O. 31f. 11 2 Ambroz, A. K., Problemy . . . SA 1971. Nr. 2. 106, Abb. 2, 20. 11 3 Vysockaja, T. N.—Cerepanova, E. N., a.a.O. 187f., Abb. 2, 5. 11 4 Rntkivs'ka, .L. Al., Kocoviki ta zemlerobi na territorij stepovoj Ukrajni. Arheologija XXII (Kijev 1969) 156f„ Abb. 2, 5. 11 5 Ebd. Abb. 3, 4. 11 6 Fettich, N., a.a.O. Taf. XXXV, 10. 11 7 Alföldi, А., а.а.О . 31 Taf. XIV, 1—20, vergoldete Silberbleche, unter ihnen zikaden­förmige Riemenzungen. 11 8 vgl. Anm. 87. 11 9 Alföldi, A., a.a.O. Taf. III, 19—21; bóna, I., Nibelungenlied. . . 338, Bild 14. 12 0 vgl. Anm. 72. 12 1 Csalog, ]., Diss. Pann. Ser. 2. Nr. 10(1938) 13, Abb. 3; Fettich, N., Szeged-Nagyszék­sós. Taf. XXXVIII, 4. 12 2 Unveröffentlichte Funde. Erwähnt und vorgeführt bei Bona, /., Severin. . . 188, 191. 12 3 Vysockaja, T. N.—Cerepanova, E. N., a.a.O. 195 f., Abb. 3, 10. •— Ich war nicht be­strebt, sämtliche verwandte Funde anzuführen, sondern beschränkte mich bloß die allernächsten Parallelen des Fundkreises von Csorna— l'écsüszög—Bátaszék- Pannonhalma zu erwähnen.

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