Folia archeologica 36.

Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön

DAS DIADEM VON CSORNA 125 Zelenokumsk (Nr. 25) mit drei oder vier Steineinlagenreihen hergestellt. Von den Schmucksteinen dominieren die verschiedenen Granatarten, jedoch auch der Karneol erscheint mit ihnen gemeinsam (Melitopol', Marfovka) sowie der Bernstein (Kanattas, Melitopol'). Auf den Aufsätzen ist ein Teil der Steine nicht mugelig, sondern plangeschliffen, jedoch bestrebt man sich auf die Auswahl und Zusammenstellung der Steinformen — mit Ausnahme des Exemplares von Verhne Jablocnoe, auf deren Aufsätzen für die 2b, с Untergruppe charakteristische Steine von unregelmäßiger Form angewendet wurden. Die Diademe mit vielen Aufsätzen wurden im nörlichen Küstengebiet des Asowschen Meeres (Nr. 9,12), am linken Ufer des Dneprknies (Nr. 14) und in der südlichen Dongegend (Nr. 8) gefunden. In dem von diesem Fundorten begrenzten Gebiet oder in der Nähe sind Diademe weder mit oder ohne Granulation zum Vorschein gekommen. Die Exemplare mit Granulation und ohne Aufsatz wurden in der Krim (Nr. 11), in Nord-Kaukasus (Nr. 25), in „Südrußland" (Nr. 18) und in Kasachstan (Nr. 1) gefunden. Es ist anzunehmen, daß das Diadem von Kanattas, dessen Mittelblech fehlt und sein linkseitiges Glied zerbrochen ist, in mangelhaften Zustand — also als altes Stück — in das Grab gekommen ist, in Anbetracht seiner nahen Verwandtschaft vom Gesichtspunkt der Technik und der Verzierung mit den oben erwähnten, gleichfalls von irgendwo aus „Süd­rußland" gestammt haben dürfte. Die Verbreitung der granulierten Diademe nach W kann mit einer vom linken Ufer des Dneprknies bis zur östlichen Hälfte der Krim ziehbaren N— S Linie abgegrenzt werden. Im allgemeinen taucht die dreieckförmige Verzierung mit feiner Granulation westlich vom Dnepr selten auf. 5 7 In der Donaugegend können außer dem Fragment des Schmuckes von Balteni und des Goldanhängers von Rotopänesti 5 8 noch die goldenen Ohrringe des Fundes von Mezőberény 5 9 und ein in Papkeszi 0 0 gefundener Goldflitter erwähnt werden. Für die wirklich feine Erscheinung der dreieckförmigen, fein­granulierten Verzierung auf den germanischen Fibeln stehen uns nur auf dem emaillierten Fibelpaar des Fundes von Szilágysomlyó/Simleul Silvanieiii. 6 1 und auf den Goldmediallons des Fundes I 6 2 Beispiele zur Verfügung. 2. Gruppe (Abb. 6 und 7:2). 2a) Das dreiteilige Diadem von Verhne Pogromnoe (Nr. 6) ist in drei Reihen mit Almandin-, das ebenfalls dreiteilige von Sipovo (Nr. 5) in drei Reihen mit lilafarbenem Glas-, das psuedodreiteilige von Berezovka (Nr. 7) in drei bzw. vier Reihen mit Almandin-, das von Tiligul II­Antonovka (Nr. 17) in vier Reihen mit Hesoniteinlagen verziert. Bei den ersten 5 7 Hierauf verweist schon Werner: a.a.O. 64f., wo er den Goldschmuck von Varna als das westlichste Exemplar erwähnt. 5 8 Dragomir, I. T., Descoperiri hunice la Bälteni in Nord-Estul Cimpiei Romine. SCIV 17(1966) 181 ff. ; Busuioc, E., Objet de parure du V e siècle de notre ère, découvert à Rotopä­neçti (dép. Suceava). Dacia 17(1973) 337ff. 5 9 Fetticb, N„ A Szeged-Nagyszéksósi fejedelmi sírlelet. — La trouvaille de tombe prin­cière hunnique à Szeged-Nagyszéksós. AH 32 (Budapest 1953) Taf. XXVIII, 2—3; Bona, I., Nibelungenlied. . . 317, Bild 9. 6 0 Alföldi, A., a.a.O. 60, Abb. 16. 6 1 Fettich, N., A szilágysomlyói második kincs. — Der zweite Schatz von Szilágysomlyó. AH 8 (Budapest 1932) XI, 1—2. Taf. 6 2 Hampel J., a.a.O. Bd. III. Taf. 15, 5, 19, 1—2; Noll, R., Vom Altertum zum Mittelalter. Katalog der Antikensammlung I. (Wien 1974) Abb. 47—48.

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