Folia archeologica 35.

Mesterházy Károly: Adatok az V-VI. századi gepida-thüring kapcsolatokhoz

98 ÉVA GARAM 1 2 ЛЬЬ. 6. Eingeritzte Rankenzierden der Schleife von Tab (1:1 und ver­größert) 6. ábra A tabi bújtató bekarcolt inda­díszei (1:1 és nagyítva) nur Vorstellungen, die mit unmittelbaren Beweisen unterstützt werden können. Der Bericht über die Ausplünderung der Residenz des Khagans sowie über die Qualität und die Menge der verschleppten Güter läßt auf den Reichtum der spätawarenzeitlichen Khagane und ihrer unmittelbaren Untertanen schließen, die wahrscheinlich mit aus den früheren Zeiten bekanntem Pomp bestattet wurden. Ein anderer Beweis für den Reichtum der spätawarenzeitlichen Führer ist der nicht innerhalb der Grenzen des spätawarischen Reiches zum Vorschein gekommene, jedoch aus der Residenz des Khagans stammende Fund von Vrap oder der „Sotheby-Schatz", dessen Originalität oder Gefälschtheit noch umstrit­ten wird. Über einige, in ungarischen Sammlungen aufbewahrte Gegenstände, die den Goldreichtum der Spätawarenzeit beweisen, wird im folgenden die Rede sein. Goldgegenstände sind auch in den Gräbern des spätawarenzeitlichen gemei­nen Volkes nicht unbekannt, obwohl ihre Zahl im Vergleich zur Menge der Funde der erschlossenen Gräber verhältnismäßig verschwindend gering ist. Die vorgeführten 34 Goldgegenstände bilden eigentlich insgesamt 25 Fund­komplexe und gehören wahrscheinlich aus 23 Gräbern. Die 23 Gräber stammen von 18 Fundorten, falls wir die Stücke von unbekanntem Fundort als selbständige Funde betrachten. Alldies ist nur das Material des Ungarischen Nationalmuseums, da wir im vorliegenden Bericht an eine sich auf das ganze Land beziehende Mate­rialsammlung nicht herangehen konnten. Mit der Publikation der spätawaren­zeitlichen Goldgegenstände der Völkerwanderungszeitlichen Sammlung wün­schen wir aber die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass bei der Untersuchung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bildes der Spätawarenzeit die zwar weni­gen, jedoch zuweilen um so bedeutenderen Fundorte mit Goldbeigaben und auch die Zahl der Gräber in Betracht genommen werden müssen.

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