Folia archeologica 35.

Mesterházy Károly: Adatok az V-VI. századi gepida-thüring kapcsolatokhoz

94 ÉVA GARAM Aus schmalem, trapezförmigem Goldblech ausgeschnittener Gürtelbeschlag, mit Ringanhänger. Das Blech wurde zum Einfangen des Ringanhängers verschmälert, mit Rippung befestigt, sodann an der Rückseite zurückgebo­gen. Die Vorder- und Rückplatte sind gleich groß. Die zwei Bleche wurden mit 3 Rundkopfnieten befestigt, deren Ende man an der Rückseite flachge­hämmert hat. An der Vorderseite wurde um die Nitelöcher ein Rahmen aus Perlendraht angelötet. 2) Schleife: Tab (Komitat Somogy) 2 (Abb. 5). Inv. Nr. 131/1881.14. N 561. Gewicht: 10,96 g. Der Gegenstand ist als Geschenk der Witwe Frau J. Strasser im Jahre 1881 in das UngNatMus gekommen. Der rechteckförmige Tüllenteil der Schleife ist aus Goldblech gebogen, mit Randkanten. Die Tülle wurde auf den Gürtel mittels 4, an die Rückseite angelöteten Ösen befestigt, die zur Zeit fragmentarisch sind. Die Vorderseite der Schleife ist ein Goldblech von umgekehrter Riemenzungenform und mit abgebogenem Rand, das an den Tülienteil der Schleife angelötet war. Die Fläche der Vorderseite ist in senkrechter Richtung von einem Perlendraht entzweigeteilt. Die ganze Vorderseite ist gleichfalls von einem Perlendraht umrahmt. Die Verzierung der Fläche: ein von beiden Seiten der Mittellinie zu verlaufendes, stark gerilltes Wellenliniendekor. Die glatte Oberfläche der Rillungen wurde mit einer viereckig ausgehenden Punze unterbrochen. Dem unteren Teil der Vorderplatte der Schleife wurde ein ringförmiger Anhänger angelötet. An der oberen kurzen Seite der Schleife ist ein kaum sichtbares, eingeritztes Blattmuster zu sehen, am unteren Teil von ähnlichem Stil, jedoch mit sicherer Hand eine eingeritzte Tulpenform, darunter eine Kerbung (Abb. 6 : 1 — 2). Der obere Teil der Schleife ist bei dem zugespitzten Teil der schleifenförmigen Vorderplatte stark abgenutzt. Dies ist in der vergrößerten Seitenansicht gut zu sehen. Ebendort sind auch in großem Bogen die Abnutzungsspuren der Seite der Deckplatte sichtbar. Diese Abnutzung rührt von dem von der Gerade in das senkrechte abgebogenen Ledergürtel her und beweist zugleich, daß die Befestigung der Schleife nur in dieser Richtung (also mit der Spitze der Deckplatte nach oben) möglich war. Auf diese Tragart weist übrigens auch der ringförmige Anhänger hin. 3) Kleine Riemenzunge: Mátészalka (Komitat Szabolcs-Szatmár)-' 1 (Abb. 7). Inv. Nr. 137/1909. N 526. Gewicht: 6,99 g. Ankauf von Mór Roth, im Jahre 1909. - Die Schleife von Tab wird ohne Fundort, als „Band von der Scheide eines Dolches" in zeichnerischer Darstellung mitgeteilt durch Hampel, ]-, A korai középkor emlékei Magyarhon­ban. (Budapest 1894) I. 62., Taf. LIX, 5. und. Ders., Alterthümer ... III. Taf. 287, 5a--b., Vetituri, A., Storia dell'arte Italiana II. Dell'arte barbarica alla romanica. (Milano 1902) Abb. 58. Die Kleinriemenzunge von Mátészalka wurde öfters publiziert. Das Schrifttum det Riemenzunge: Csallany, £>., Archäologische Denkmäler der Awarenzeit in Mitteleuropa. (Budapest 1956) 160., Punkt 633. Die Riemenzunge wurde vor allem aus der Bestrebung in der vorliegende Mitteilung aufgenommen, um das spätawarische Material der Sammlung an einer Stelle zu veröffentlichen und ich wünschtc die Fotos des Gegenstandes aus allen drei Ansichten vorzuführen.

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