Folia archeologica 35.

Garam Éva : Későavar kori aranytárgyak a Magyar Nemzeti Múzeum Népvándorláskori Gyűjteményében

VIER A PSI DA LER KIRCIIENTYP 115 Topographie und Orientierung würde eher die vor der Westfassade der roma­nischen Kathedrale von Fünfkirchen gelegene, nord-südlich orientierte cella trichora eine annähernde Parallele gegenüber der von Aquincum bieten, die südwest-nordöstlich orientiert ist. Aufgrund der abweichenden Konstruktionen (in Sopianae im Norden Stützpfeiler) und sonstiger Zusammenhänge (in Aquin­cum ein von Südosten hinzugebautes Gebäude, in der unmittelbaren Umgebung römische Grabkammern) müssen in unserem Falle dennoch diese Parallelen verworfen werden, da sich außer den originalen römischen Ziegeln der Pfeiler­fundamentierung nicht bestätigen läßt, daß unser Fragment den Überrest eines originalen römischen Bauwerkes darstellt; archäologisch läßt sich nämlich die Verwendung des Hügels in römischer Zeit nicht beweisen, es gibt weder Sied­lungs-, noch Beisetzungsspuren, auch bei dem Gebäude kam kein Dachziegel oder imbrex zum Vorschein. 5 Sofern wir jedoch das Vorhandensein der südlichen Apsis als eine berechtigte Hypothese betrachten, können die Daten und deren Zusammenhänge aufgrund der historischen Angaben lückenlos definiert werden. Ein solcher Zusammen­hang ist z. B. die Einfluchtung und der Konstruktionsplan des Gebäudes. Unserer Meinung nach wurde die Einfluchtung und der Konstruktionsplan mit der Hilfe eines Moduls durchgeführt. Dieser Modul = 10 Fuß (= eine ungarische königliche Klafter)," d. h. 312 + 5 cm. Dieses Maß ist bei der F^ntfer­nung zwischen drei, konstruktionellen und statischen Hauptpunkten in gleicher Größe zu beobachten: 1) zwischen dem Mittelpunkt des ganzen Gebäudes und dem Mittelpunkt des Pfeilers; 2) zwischen dem Mittelpunkt der Apsiden und dem äußeren Bogen der Apsiden; 3) zwischen dem Mittelpunkt des Pfeilers und dem Mittelpunkt der Apsiden. Dieser Zusammenhang stimmt mit dem mittel­alterlichen Einfluchtungs- und Konstruktionsprinzip bzw. mit der Praxis überein, aufgrunde deren alle anderen Abmessungen und Verhältnisse des Gebäudes gleicherweise determiniert sind. Aufgrund der Mauerresten kann der Bau als eine geistige Schöpfung hohen Niveaus qualifiziert werden ( Abb. 4). REKONSTRUKTION DER ÄUSSEREN UND INNEREN GESTALTUNG, DER FUNKTION UND DER BAUZEIT DES GEBÄUDES Aufgrund der im Vorangegangenen erwähnten direkten und indirekten Beweise baben wir das Bauwerk als vierapsidal bestimmt. Innerhalb des Gebäudes bestimmen wir ferner in viereckiger Anordnung noch 1—1—1—1 Pfeiler. Of­fentsichtlich trugen diese Pfeiler ein Kuppelgewölbe. Zur weiteren Bestimmung der inneren Raumgestaltung trägt glücklicherweise noch eine Angabe bei, nämlicb 5 Kralovans^ky , A., Die Ausbildung der Stadt Stuhlweißenburg (Székesfehérvár) auf Grund der archäologischen Daten. In: Székesfehérvár évszázadai. 1. (Székesfehérvár 1967) 7— 18. e S. Bogdán, I., Magyarországi hossz- és földmértékek a XVI. század végéig. (Budapest 1978) 87—97.; Zur Konstruktion: The sketchbook of Villard de Honnecourt. (Bloomington-London 1959); Veite, M., Die Anwendung der Quadratur und Triangulatur bei der Grund- und Auf­rißgestaltung der gotischen Kirchen. Basler Studien zur Kunstgesch. 18(1951) 17 28.; Zu Nr. 10: Ferguson, C., Signs and symbols in Christian art. (New York 1959) 92— 93. 6*

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