Folia archeologica 35.

Mesterházy Károly: Adatok az V-VI. századi gepida-thüring kapcsolatokhoz

SpÄTAWA RENZEITLICHE GOLDGEGENSTÄNDE 105 Ausarbeitung aus. Beide Seiten der in die Deckplattenkante eingeschnittenen Wellenlinien wurden durch trapezköpfiger Punze belebt. Die Schönheit der Verzierung nimmt durch die Perlenreihenumrahmung und die das Feld teilende Perlenreihe noch mehr zu. Dem an der Schleife von Tab wahregnommenen Goldschmiedeverfahren ähnliche und mit solchem großem technischem Können und Kompositionsfertigkeit hergestellte Goldgegenstände sind uns nur im Schatz von Nagyszentmiklós und in seinem Kreis bekannt. Die geteilte Wellenlinienverzierung der Deckplatte der Schleife von Tab ist auch in den Gräberfeldern des Kaukasus aus dem 7—8. Jh. nicht unbekannt. Aus den benachbarten, chasarisch-alanischen Gräberfeldern von Galiat und Pescanka sind mit ähnlicher Verzierung gepreßte Beschläge mit gereßten Roset­ten, Steigbügel mit flacher Sohle, Trensen mit Seitenstangen, gegossene Bron­zebeschläge und Riemenzungen zum Vorschein gekommen. Das mit dem arabi­schen Dirham nach 700—701 datierte Gräberfeld von Galiat 2" geht chronologisch dem Fundkreis der Schleife von Tab etwas voraus. Wir können nicht entscheiden, ob das an den beiden kurzen Seiten der Schleife mit freien Augen kaum sichtbare eingeritzte Blatt- und Blumenmotiv mit der Herstellung der Schleife gleichzeitig oder erst später an die Schleife ge­kommen ist. Die Rankenzeichnung mit auseinandergefallenen Blättern, die mit den greifenverzierten Beschlägen nur selten parallel vorkommt, jedoch zwischen den späteren, gegossenen rankenverzierten Beschlägen allgemein ist, läßt darauf schließen, daß die eingeritzte Ranke erst später an die Schleife gekommen ist. Die Schleife war in Gebrauch, hierauf verweisen die starken Abnutzungs­spuren. Deshalb müssen wir zwischen der Herstellungszeit und dem Zeitpunkt, als sie in das Grab gekommen ist, einen Unterschied machen, jedoch muß beach­tet werden, daß die weichen Goldgegenstände mit hohem Karatwert sich viel ra­scher abwetzen, als die bronzenen Gürtelverzierungen. Die kleine Riemenzunge von Mátészalka : Die bereits öfters mitgeteilte, goldene Riemenzunge ist ein gut bekanntes Stück in der sich mit der Awarenzeit befassenden Fachliteratur. In den bisher erschienenen Studien hat sich mit der Riemenzunge am ausführlichsten T. Horváth befaßt, der sie auf stilkritischer Grundlage für das Produkt des Metallkunstkreises von Nagyszentmiklós gehalten hat. Dieser Kreis steht laut ihn mit dem Schatz­funde von Prestovac in Verwandtschaft. 2 7 Vorliegende Abhandlung kann nicht das Ziel verfolgen, den Ursprung und die ethnische Zugehörigkeit des Schatzes von Nagyszentmiklós zu klären. Den Problemenkreis möchte ich nur soweit berühren, insofern dies durch die eindeutige Identität der Riemenzunge von Mátészalka und den einzelnen Stücken des Schatzes erforderlich ist. Die Riemenzunge wurde in diese Mitteilung durch 2 6 Kntpnov , J5., Iz itogov arheologiceskih robot. Izvestija Severo-Osetinskogo Naucno Issledovatelskogo Instituta 9(1940) Taf. I.; Otcet imperatorskoj arheologiceskoj korrmissii za 1899 goda. (Sanktpeterburg 1901) 127. 2 7 Horváth, T., Az üllői és kiskőrösi avar temető. — Die avarischen Gräberfeld von Üllő und Kiskőrös. AH 19. (Budapest 1935) 113.

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